Dachau/Wunschbaumaktion

Ein Baum, der Wünsche erfüllt

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Auf den bunten Kärtchen, die am Wunschbaum hängen, stehen Wünsche von Menschen in in sozialer Not.

Dachau - Dachauer haben die Möglichkeit Weihnachtswünsche von bedürftigen Mitbürgern zu erfüllen.

Seit sechs Jahren machte er bereits für über 2500 bedürftigen Menschen Weihnachten zum unvergessenen Fest: der Wunschbaum vor dem Hundertwasserhaus in der Münchner Straße 11. Am ihm baumeln bunte Kärtchen. Viele Passanten halten inne und studieren, was drauf geschrieben steht: ein Wintermantel, eine Kaffeemaschine, oder ein Fahrrad, aber auch immaterielle Wünsche, wie jemanden, der mich zum Ratschen besucht, oder etwas vorliest. Es sind Wünsche, die in ihrer Bescheidenheit das Herz höher schlagen lassen. Die meisten liegen in einem Rahmen von bis zu 30 Euro. Für diejenigen, die Wunschzettel ausfüllen, scheinen sie jedoch unerfüllbar, denn sie leben in sozialer Not oder sind auf sich alleine gestellt, weil sie keine Angehörigen mehr haben. Dieses Jahr ist vor allem die Anzahl der Senioren deutlich angestiegen, die in den Alters- und Pflegeheimen in Stadt und Landkreis leben. Allein im vergangenen Jahr erfüllten mehr als 500 Dachauer einen der Wünsche. Viele Helfer und Spenden im Vorfeld machten den Wunschbaum auch dieses Jahr möglich: Markus Bopfinger vom Blumenfenster spendete die Fichte; die Künstlerin Bettina Müller übernahm wieder die Gestaltung des Wunschzettels und viele Freiwillige unterstützen beim Einsammeln, Laminieren und Verteilen der Geschenke. „Unsere größte Sorge ist nicht, dass wir nicht genug Wunsch-Erfüller hätten“, sagte Initiatorin Isabel Seeber, vielmehr sei dieses Jahr die Aufbewahrung der gespendeten Geschenke problematisch. Die Volksbank Immobilien genau gegenüber der Candisserie, stellt deshalb dieses Jahr ein Büro mit einem großen Schaufenster zur Verfügung. So haben Dachauer die Gelegenheit, den wachsenden Geschenkeberg mitzuverfolgen.

red

Quelle: Dachauer Rundschau

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