Armut im Landkreis

Zahl der Nutzer der Dachauer Tafel steigt deutlich

Dachau - Dachauer Tafel muss Zeitfenster und Ausgabesystem anpassen

Seit Corona ist die Dachauer Tafel wichtiger denn je. Die Zahl der Kunden steigt. Dank einem engagierten Team um Tafel-Leitung Edda Drittenpreis, externen Helfern sowie einem funktionierenden Netzwerk aus großzügigen Lieferanten und Spendern konnten die Tafelkunden auch während des Lockdowns mit Lebensmitteln versorgt werden. Wesentlich trug auch die Corona-Soforthilfe der Aktion Mensch in Höhe von 24.000 Euro dazu bei, dass die Tafelkunden weiterhin gut versorgt werden konnten. Seit Mai bis einschließlich Juli erhält die Tafel diese Förderung für Lebensmittelzukäufe in Höhe von 24.000 Euro. 

Die Hilfsbereitschaft aus der Bevölkerung war in der Corona-Hochphase ebenfalls enorm. „Lebensmittelhandel, Bauern und Gärtner haben uns in der Corona-Hochphase spontan viele Waren gebracht“, berichtete Hans Ramsteiner, stellvertretender BRK-Kreisvorsitzender und Leiter der Gemeinschaft Wohlfahrt und Soziales. Mit Unterstützung von externen Freiwilligen nahm das eingespielte Tafel-Team die Lebensmittel-Spenden an, sortierten und verteilten sie (die DACHAUER RUNDSCHAU berichtete). Aber auch mit diesen Unterstützungen und einem erheblichen logistischen Aufwand würde eine Normalität im Tafel-Alltag so schnell nicht einkehren. Durch die Begrenzung der maximalen Kundenzahl in der Ausgabe mit Mindestabstand und begrenzter Personenzahl pro Quadratmeter reichen die zur Verfügung stehenden Zeitfenster an einem Ausgabetag nicht mehr aus. Ramsteiner berichtete: „Die Arbeitszeiten der ehrenamtlichen Helfer bewegen sich mit Vor- und Nacharbeiten weit über zehn Stunden hinaus und die Wartezeit der Kunden wird unzumutbar lang.“ Um weiterhin alle Kunden ausreichend mit Lebensmitteln versorgen zu können, soll der Kundenstamm nun geteilt werden: Anwärter erhalten ihre Termine zum Abholen der Lebensmittel nun jeweils im 14-tägigen Rhythmus. „Kunden, die aufgrund dieser Umstellung einen akuten Lebensmittelbedarf haben, können sich über die Hotline einen zusätzlichen Termin geben lassen. Sobald es weitere Lockerungen in der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmeverordnung gibt, prüfen wir die Umstellung auf einen Normalbetrieb“, sagte Ramsteiner. Die Dachauer Tafel ändert ihre Öffnungszeiten jeden Mittwoch von 11 bis etwa 16 Uhr.

red

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