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Ziegelei beantragte zweites Windrad

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Die Ziegelei Hörl und Hartmann will ein eigene Windrad zur 100-prozentigen Eigennutzung des Stroms im Betrieb errichten. Unser Bild zeigt im Hintergrund in der Mitte das Etzenhausener Windrad. © Foto: Sponder

Dachau - Das erste Dachauer Windrad in Etzenhausen ist erst rund ein halbes Jahr in Betrieb, da liegt schon der nächste Antrag auf Vorbescheid auf den Tischen des Dachauer Bauamtes.

Die Ziegelei Hörl und Hartmann an der Pellheimer Straße will ein 206,86 Meter hohes Windrad auf seinem Betriebsgelände bauen. „Der erzeugte Strom soll zu 100 Prozent der Eigenversorgung der Ziegelei zugute kommen“, betonte Oberbürgermeister Peter Bürgel (CSU) in der jüngsten Bauausschusssitzung. Deshalb falle dieser Antrag aus dem üblichen Raster heraus.

Nebenanlage ja oder nein

„Rechtlich hat sich nichts geändert“, erläuterte Bauamtsleiter Michael Simon. Allerdings sei die Fläche auf dem Betriebsgelände von Hörl und Hartmann derzeit nicht als Konzentrationsfläche für Windkraft im gemeinsamen Flächennutzungsplan des Landkreises und seiner Kommunen vorgesehen. Denn der Standort befindet sich auf einer Abbaufläche. Auch liege das fragliche Gelände innerhalb des 900-Meter-Abstandes zu Pellheim und Pullhausen. Zu den 91 Bewohnern an der Pellheimer Straße sind es sogar nur 565 bis 575 Meter. Zur Gretchenfrage fürs letztlich hier entscheidende Landratsamt könnte werden, ob das Windrad eine Nebenanlage der Ziegelei ist. Denn dann wäre sie nicht an den gemeinsamen Flächennutzungsplan gebunden und müsste sofort genehmigt werden.

Projekt um ein Jahr zurückgestellt

Die Nabenhöhe des neuen Windrades beträgt 149 Meter, vier mehr als beim Windrad in Etzenhausen. Auch die Gesamthöhe liegt in Etzenhausen mit 180 Metern deutlich niedriger. Das neue Windrad soll eine Kapazität von 2500 Kilowatt erhalten. Die Verwaltung forderte das Projekt um ein Jahr zurückzustellen, um es im Rahmen der öffentlichen Auslegung noch von den Gremien der planenden Gemeinden behandeln zu können. Im gemeinsamen Flächennutzungsplan solle redaktionell ergänzt werden, dass die Maßgaben sowohl für Haupt- als auch für Nebenanlagen gelten sollen. Das wurde so gegen die Stimme von Helmut Esch (Bündnis 90/Die Grünen) beschlossen.

srd 

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