Karlsfeld wird wieder Skater- freundlicher.

Zwei Elfjährige präsentierten das Projekt „Wiederbelebung der Skateranlage“ in Karlsfeld

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Bevor hier ein neuer Skaterpark entstehen kann, muss der Asphalt-Untergrund des alten Karlsfelder Skaterparks mit einer drei bis vier Zentimeter dicken Deckschicht verkehrssicher gemacht werden.

Karlsfeld - Karlsfeld saniert den Skaterpark

Zwei Elfjährige hatten im Januar das Projekt einer wiederbelebten Skateranlage im Karlsfelder Hauptausschuss vorgestellt. 121.000 Euro sollte das für neun Skaterrampen laut einem Kostenvoranschlag kosten. Doch dabei bleibt es nicht. Bürgermeister Stefan Kolbe (CSU) rechnet jetzt mit rund 200.000 Euro. Das machte er in der jüngsten Hauptausschusssitzung deutlich. 

Friedrich Maier vom Tiefbau der Gemeinde rechnete vor: 45.000 Euro koste es, den alten Asphalt der bestehenden Skateranlage zu erneuern. Wegen der Verkehrssicherheit sei das unbedingt erforderlich. Zu den 121.000 Euro kämen noch 20 Prozent Planungskosten hinzu. 

Das alles war Finanzreferent Holger Linde (CSU) zu viel: „Das gibt unser Haushalt nicht mehr her.“ Deshalb stimmte er als einziger gegen dieses Projekt. Die Karlsfelder sollten zum Skaten lieber zur Dachauer Anlage fahren. Da war Bürgermeister Kolbe ganz anderer Meinung: „Ich war am Sonntag in Dachau auf der Anlage. Die war so stark frequentiert. Wenn die Karlsfelder hinzukommen, wird es zu viel.“ Außerdem werde die Haushaltslage 2020 auch nicht besser. 

Auch Venera Sansone (SPD) argumentierte: „Das ist ein positives Beispiel, wie sich die Jugend für etwas einsetzt. Das Projekt müssen wir jetzt durchziehen.“ Vize-Bürgermeister Stefan Handl (CSU) verwies auf die Verkehrssicherheit, die schnelles Handeln gebiete, und auch alles Übrige solle so bald wie möglich realisiert werden. „Wir müssen jetzt wirklich was tun“, argumentierte Adrian Heim (Bündnis für Karlsfeld) mit Hinweis auf die demografische Entwicklung. 

Denn jetzt kämen viele Kinder ins Skater-Alter. Anton Flügel (FW) und Stefan Theil (CSU) schlossen sich dem an. Deshalb solle die Ausschreibung schnell erfolgen. Wann jedoch die Baufirmen mit der Arbeit beginnen könnten, sei laut Kolbe noch eine andere Frage.

srd

Quelle: Dachauer Rundschau

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