Knderkunst-Ausstellung

Abtauchen in vergessene Welten

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2. Bürgermeister Josef Schuster mit Joanna Adamek-Kalloch (Mitte), den kleinen Künstlern und ihren Eltern.

Ausstellung in Veldener Güterhalle zeigt die Schönheiten der Welt durch Kinderaugen betrachtet und begeistert die Besucher

Velden – „Ein Kind ist eine Hand, die zurückführt in eine Welt, die man vergessen hat“. So lautete das Motto der Kunstausstellung von Joanna Adamek-Kalloch und ihren Schülern in der Veldener Güterhalle. 

Die Hobby-Künstlerin gibt Malkurse für Kinder und Jugendliche und lud bereits zum dritten Mal zu dieser Ausstellung ein, bei der sie einige ihrer eigenen Werke, vor allem aber Bilder der Nachwuchskünstler präsentierte. Verschiedenste Themen und Techniken wurden auf unterschiedlichsten Materialien dargeboten. Kunst auf Leinwand, Stoff, Holz, Flaschen, Tassen oder Ton. Das Publikum, zumeist Angehörige, aber auch 2. Bürgermeister Josef Schuster, waren begeistert von der Lebensfreude, die ihnen entgegen strahlte. Sowohl von den aufgeweckten Kindern, die bei der Vernissage in der Halle rumtobten, als auch von deren Werken, die an Pinwänden hingen.

„Wichtig ist es mit dem Herz zu malen und den Kindern die Liebe zur Kunst weiterzugeben“, erklärt Adamek-Kalloch, die selber zwei Kinder hat, und seit ihrer eigenen Kindheit malt. Gegenständlich, dreidimensional-abstrakt und surreal sind ihre Bilder, in Mischtechnik, Öl oder Acryl. Landschaften, Hirsche im Morgennebel, Stand-up-Paddler im Feuerwerkschein und vor allem Portraits, von Bob Marley und Elvis Presley auf Leinwand oder von Frida Kahlo auf der Sitzfläche eines Stuhles gemalt. Solche Kunstwerke versteigert sie auch regelmäßig zugunsten einer Stiftung für Krebskranke Kinder in Polen. 

17 Schüler im Alter von fünf bis 14 Jahren unterrichtet sie. Ein jedes durfte fünf Bilder mitbringen. Angelehnt an die Punktmaltechnik australischer Aboriginies, bunt gefederte Löwenköpfe, Mond und Sonne in leuchtenden Farben gegenübergestellt bei Tag und bei Nacht, Taucher und Quallen unter Wasser, Baumwurzeln, die sich durch verschiedene Erdschichten graben, und versteckte Bilder, die den Blick durch’s Schlüsselloch ermöglichen, der Schlüssel am Bilderrahmen befestigt, wurden ausgestellt. Viel gab es zu entdecken, in knallbunten Farben, plakativ und filigran. Es tat dem Auge des Betrachters wohl, so viel Schönheit zu entdecken, die es durch Kinderaugen auf der Welt noch zu sehen gibt. 

Auch Laudator Schuster fand schöne Worte. Es sei ein Glück für ihn hier sein zu dürfen. „Kunst ist das, was jeder kann und jemand anderer nicht kann". Wichtig sei es, das rüber zu bringen, was einem wichtig sei.  Das sei bei dieser Ausstellung bestens gelungen. Gerade vor Weihnachten an „Welten zu erinnern, die wir vergessen haben“, sollte die Erwachsenen ermahnen, sich wieder mehr Zeit zu nehmen, vor allem auch für die Kinder.

 Die Ausstellung ist noch bis 9. Dezember, von Freitag bis Sonntag ab 17.30 bis 19.30 Uhr zu bestaunen. til

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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