Bauplan für eine Containerlösung als Provisorium eingereicht

Ärztliche Versorgung in Wartenberg soll gesichert werden

Ärztliche Versorgung in Wartenberg soll gesichert werden
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Auf dem Festl-Gelände wird die Modullösung entstehen.

Wartenberg – Zur Sicherstellung der ärztlichen Versorgung wurden nun kurzfristig erste Schritte auf den Weg gebracht. In der Marktratssitzung bekam der 1. Bürgermeister Christian Pröbst den Auftrag, einen Mietvertrag mit dem sich angebotenen Orthopäden auszuhandeln. Hier wurde auch schon ein Bauplan für eine Containerlösung als Provisorium eingereicht. Laut Pröbst sollen in Bauphase 1 hier 120 Quadratmeter Modul und in Phase 2 nochmal 80 Quadratmeter erstellt werden. Der Vertrag mit dem Orthopäden soll ein Staffelvertrag nach Öffnungstagen und Öffnungszeiten sein. Der Orthopäde hat bereits gut gehende Praxen, möchte anfangs 1,5 Tage, aber bis Ende des Jahres fünf Tage öffnen. Angedachter Standort ist auf dem Gelände des Pkw-Parkplatzes in der Thennerstraße, wo die Unterstellhallen abgerissen werden. Hier wurden die Besitzer der abgestellten Wohnwägen bereits mehrfach aufgefordert, diese zu entfernen, sonst drohe das Abschleppen. Dr. Heike Kronseder (FWG) führte aus, dass man eigentlich einen Kinderarzt und einen weiteren praktischen Arzt aber nicht unbedingt einen Orthopäden benötige. Bürgermeister Pröbst argumentierte, dass mit dem Orthopäden es eine Entlastung der vorhandenen Allgemeinärzte gebe, man bekomme die Möglichkeit in Wartenberg auch zum Röntgen und man wolle natürlich auch einen Allgemeinarzt anlocken. Für spätere, langfristige feste Lösungen stehen alle Möglichkeiten offen, aber kurzfristig sei – um den Orthopäden fest zu halten – die Modullösung erforderlich. Er bestätigte, dass Landrat Martin Bayerstorfer die Medizinversorgung in Wartenberg stärken wolle. Einem angeblichen Überangebot an Orthopäden wie sie Michael Gruber (SPD) sah, widersprach Isabell Haindl (CSU) mit wochenlangen Wartezeiten. Zwischenzeitlich waren auch der 1. Bürgermeister Christian Pröbst und die zweite Bürgermeisterin Carla Marx nach Frankfurt zu einer Planungs- und Beratungs­gesellschaft zu einem kostenlosen Beratungsgespräch mit einem Anwalt für Medizinrecht und einem Projektant für Ärztehäuser gefahren. Eine Vorstellung dieses Konzeptes wird nun in nichtöffentlicher Sitzung im Gemeinderat erfolgen. Auch eine Ortsbesichtigung eines fertigen Projektes, in einer vergleichbaren Gemeinde wie Wartenberg, mit Gemeinderat und wenn gewünscht mit den ortsansässigen Ärzten und Praxen ist möglich. Bei einer Bestandsuntersuchung durch die Planungsgesellschaft würden dann alle in Frage kommenden Ärzte, Praxen, Landkreise, Apotheken, Physiotherapeuten mit einbezogen. Aufbauend auf derartige Konzepte müssten dann Planungen erstellt werden, was wann und wo realisiert werden könnte. Hier seien alle Modelle Eigenbau, Fremdbau, Genossenschaftsmodell und Beteiligungen aller Art denkbar. Als Zeithorizont sei eine ganze Wahlperiode anzunehmen.bs

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