Veranstaltungs-Tipp

"Alarmstufe Rot" auch beim Dorfener Kulturzentrum Dorfen

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Auch das Kunstwerk des Streetart-Künstlers Mr. Woodland an der Konzerthalle wurde leuchtend rot in Szene gesetzt.

Dorfen – Im Verlauf der Corona-Pademie war einer der ersten Wirtschaftszweige, der von den Covid-19 Einschränkungsmaßnahmen getroffen wurde, die Veranstaltungs- und Eventbranche – somit auch das neue Kulturzentrum Tonwerk auf dem ehemaligen Gelände der Ziegelei Meindl in Dorfen.“ „Auch wenn sich die Gebäude derzeit in der finalen Umbauphase befinden, fehlt fast eine komplett durchgeplante Open Air Saison im Sommer 2020. Mit der Aktion “Night of Light” wollen alle Beteiligten die Notlage der Veranstaltungswirtschaft ausdrücken, indem sie ihre Veranstaltungshallen und -gebäude in der Nacht von 22. auf 23. Juni mit rotem Licht als Mahnmal erleuchten ließen,“ erklärt Tonwerk-Manager Andi Wagner die Teilnahme an dieser bundesweiten Aktion. 

Das Tonwerk-Team ließ aus diesem Grund Nachtclub, Biergarten, die Eventhalle und den alten Kamin rot erstrahlen, um auf diese Missstände in der Corona-Krise hinzuweisen. „Seit Mitte März macht die Veranstaltungsbranche nicht nur keinen Umsatz mehr, sondern kann die fehlenden Einnahmen, trotz großer Nachfrage, nicht mehr nachholen oder kompensieren. Uns vom Tonwerk betrifft die Lage natürlich auch, da wir als Zwischennutzungs-Projekt nur eine begrenzte Laufzeit für unser Projekt zur Verfügung haben,“ moniert der 25-Jährige die aktuelle Situation, der mit seinen Partnern Tobi Maier und Michael Lanzinger das Projekt betreibt. Denn nur für einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren stünde dem Tonwerk-Team ein Teilbereich des Ziegelei-Geländes für ihr Kulturprojekt zu Verfügung. Das komplette Areal wurde von der Dorfener Robert Decker Immobilien GmbH gekauft und wird in den nächsten Jahren komplett bebaut. Dennoch müssen bereits getätigte Investitionen, wie zum Beispiel für Veranstaltungstechniken über diesen Zeitraum abbezahlt werden. „Streicht man nun ein Jahr aus unserer Projektlaufzeit, tut das natürlich doppelt weh,“ so Wagner. Man könne kaum Einnahmen verbuchen, da bis dato nur der Pop Up-Biergarten mit den regulären Einschränkungen geöffnet habe. Dankbar sei man an dieser Stelle für die Kulanz Robert Deckers, der als Investor und Vermieter die anstehenden Mietzahlungen reduziert habe. Denn erschwerend käme jetzt noch hinzu, dass in dem beschlossenen Konjunkturpaket der Bundesregierung kein Sonderhilfsfonds für Veranstaltungsunternehmen vorgesehen ist. Laut Sondergenehmigung des Landratsamtes Erding startet zumindest das Freiluftkino wieder am Donnerstag, 9. Juli. Der Vorverkauf der Tickets ist nur online möglich unter www. freiluftkino-dorfen.de  - and

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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