Kultur-Tipp

Aufnahmen der Dorfener Naturfotografen 
Andreas Hartl und Stefan Masur im Dorfener Rathaus zu sehen

Eines der Highlights im Rathaus: Das Geiselbachtal – eine Luftaufnahme von Stefan Masur
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Initiator der Ausstellung ist der LBV, Ortsgruppe Dorfen

Dorfen – „Natur dahoam“ so heißt die Ausstellung der beiden renommierten Dorfener Naturfotografen Andreas Hartl und Stefan Masur. Insgesamt 25 Motive sind bis zum 16. Juli, im Rathaus zu sehen. Dem Betrachter wird hier die landschaftliche Schönheit des Isentals sowie die heimische Vogelwelt vor Augen geführt.
Als zehnjähriger Bub habe Hartl mit dem Fotografieren begonnen, erzählt er. „Ich hatte eine Aqua Boxkamera – Filme und Entwicklung waren damals teuer, da musste man sich genau überlegen, wann man den Auslöser drückte“, erinnert sich der heute 73-jährige GAL-Stadtrat. Zuerst habe er Störche fotografiert, später dann einheimische Fische – viele davon seien mittlerweile „hochgradig bedroht“, auch hätten früher Störche in großer Zahl in Dorfen pausiert und sich Kraft angefressen, bevor sie in den Süden flogen. „Was im Laufe meiner Generation in der Natur verloren gegangen ist, ist als Bilanz erschreckend“, so der frühere Verwaltungsleiter im Dorfener Rathaus. Hartl mahnt: „Wenn nicht was passiert, tragen wir die Verantwortung dafür, was in der Natur verloren geht.“ Der Naturfotograf möchte festhalten. Etwa die Zwergdommel - das Vogelporträt ist auch im Rathaus zu sehen und eines von Hartls „Highlights“. „Ich stelle ein Foto-Zelt auf, sitze stundenlang drin - bis sich die Vögel daran gewöhnt haben. Vorrang haben aber immer die Tiere, nie das Foto.“
Auch Stefan Masur ist frühmorgens unterwegs, um Fotos zu schießen. Dabei setzt er auf Makrofotografie und macht Strukturen sichtbar, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. Seltene Insekten seien im Morgengrauen mit der Kamera am Besten einzufangen, so der 47-jährige kaufmännische Angestellte.
Masurs fotografischer Glanzpunkt in der Ausstellung: Ein Luftbild vom Geiselbachtal bei Esterndorf. „Es ist was Neues für mich, mit einer Drohne zu fotografieren“, schwärmt der gebürtige Traunreuter und begeisterte Wahl-Dorfener. „Durch die Renaturierung mäandert die Isen durch das Tal - die Lichtstimmung hat etwas ganz Besonderes.“
Bei der Ortsgruppe Dorfen des LBV (Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.v.), Initiator der Ausstellung im Rathaus ist, lernten die engagierten Naturschützer und Fotografen Hartl und Masur sich kennen: „Wir haben die gleichen fotografischen Interessen, tauschen uns aus und lieben die Natur.“ - hes

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