Neueröffnung in Lengdorf

Bäckerei "brotwuid" eröffnet in Lengdorf

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Bei freundlichem Ambiente können die Besucher ihre Leckereien genießen.

Die neue Bäckerei in Lengdorf überzeugt mit frischen Eigenkreationen und Selbstbedienungs-Café

Lengdorf – Modernes Ambiente und traditionelles Handwerk treffen in der neueröffneten Bäckerei brotwuid am Lengdorfer Kirchplatz aufeinander. Bäckermeister David Hanus hat die Bäckerei Anfang des Jahres von Robert Angermaier übernommen und bietet in dem umgebauten Geschäftsraum Brot, Semmeln und Feingebäck an, die eines gemeinsam haben: sie sind mit Leidenschaft für das Handwerk gebacken. Auch wenn die offizielle Eröffnung erst in der Zeit vom 19. bis 23. März stattfinden wird, war die Einstiegsphase bereits ein voller Erfolg. „Bei uns ist es die letzte Woche vogelwuid zugegangen“, erzählt Hanus‘ Frau Christine Bauer. Dass trotz zeitweise streikender Maschinen und Kundenandrang alles gut gelaufen ist, führt das Paar auf die große Unterstützung von Familie und Freunden zurück. „Ohne Hilfe wär‘ es nicht gegangen“, sagt das Paar.

Backen mit Laib und Seele David Hanus fühlt sich dem traditionellen Bäckerhandwerk verpflichtet. „Ein guter Teig braucht Zeit“ sagt er. Lange Teigführung ist für ihn deswegen selbstverständlich. Mehrere Stunden dürfen seine Teige ruhen, bis sie geformt und gebacken werden. Neben der langen Gärzeit ist ihm auch die Verwendung von Urgetreide ein Anliegen. Kamutmehl, das er von der Drax-Mühle in Rechtmehring bezieht, verarbeitet er zusammen mit Dinkel und gerösteten Kürbiskernen zu einem Vollkornbrot, das sich durch Geschmack und Bekömmlichkeit auszeichnet. „Ich bin ein Fan von großen Broten, weil die einfach besser schmecken“, bekennt Hanus. Deswegen backt er seinen Isentaler, ein Weizenmischbrot, als 2,5-Kilo Laib. Wenn die Brote aus dem Ofen kommen, dürfen sie kurz ruhen, bis sie noch einmal überbacken: das Brotaroma wird dadurch intensiver und die Kruste röscher. Handwerkliches Können ist auch bei den Handsemmeln gefragt, die – wie der Name sagt – von Hand geschlagen werden. Hanus kennt sie aus seiner österreichischen Heimat, seine Lengdorfer Kunden sind gerade dabei, den besonderen Geschmack, der von Hand geformten Semmeln, für sich zu entdecken. Als Vorbild für sein Dinkelgebäck hat er den schwäbischen Seelen genommen: Zwei Varianten bietet brotwuid an, mit Salz und mit weißem und schwarzem Sesam. Auch die Tradition seines Vorgängers wird Hanus erhalten: Der Freitag ist weiterhin für Schuxn und Co reserviert. Robert Angermaier kümmert sich höchstpersönlich um das Schmalzgebäck. Bei aller Liebe zur Tradition will Hanus das Angebot ständig erweitern und aktualisieren. Dass unter den Produkten auch eigene Kreationen sind ist für den innovativen Bäckermeister selbstverständlich.

Für seine Goscherl, ein Plunderteilchen, das unterschiedlich gefüllt wird, wurde er durch Froschgoscherl, wie die Trachtenrüsche am Ausschnitt von Dirndln heißt, inspiriert.

Café mit Flair Die Leckereien, die an der Theke angeboten werden, können auch direkt vor Ort im neu eröffneten Selbstbedienungs-Café genossen werden. Mit Süßem, Obstsalat, gegrillten Broten mit Aufstrich oder Quiche, bietet die Karte eine Kombination aus diversen Frühstücksangeboten und Snacks, die über den großen Stehtisch für eilige Gäste gereicht oder an Tischen und Sitzplätzen für 17 Besucher im modernen Einrichtungsstil verzehrt werden können. Christian Seisenberger aus Armstorf, ein Freund der beiden, hat die Möbel nach den Vorstellungen von Hanus und Bauer entworfen und gefertigt. Herausgekommen ist ein stylischer Mix aus naturfarbener und sägerauer Verkleidung von Wänden und Theke sowie Möbeln aus geräucherter, gebürsteter und lackierter Eiche in schwarz-oliv. Beim Kaffee setzt das Paar auf die bewährte Qualität des italienischen Rösters Lavazza.

brotwuid – „Die Leute sollen nachdenken, woher der Name kommt“ Viel Wert legt man bei brotwuid auf Design mit Wiedererkennungswert. „Die Leute sollen an unseren Tüten erkennen, wo Brot und Semmeln gekauft wurden“, wünscht sich Christine Bauer. Dass auch bei der Verpackung auf Qualität gesetzt wurde, versteht sich von selbst. Auch der Name brotwuid soll zum Nachdenken anregen. Soviel aber soll verraten werden: er hat auch mit der Naturverbundenheit des passionierten Fliegenfischers David Hanus zu tun. Wichtigste Wiedererkennungswerte sollen aber Qualität und Geschmack sein. Das Kompliment „Bei euch ist es schön“ wurde Bauer schon oft gemacht. „‚Bei euch ist es gut‘ höre ich noch viel lieber“, sagt sie. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 6 bis 18 Uhr, Samstag: 6 bis 12 Uhr.  ahu

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