100-jährige feiert Geburtstag in Hohenpolding

D‘Bäuerin von Starrzell

Eine Frau sitzt im Rollstuhl und greift nach einer Blume
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Resi Hofer freut sich an jedem Blühmchen

Viel hat Theresa Hofer in ihren 100 Lebensjahren erlebt, einen Weltkrieg, 30 Meisterschaften des FC Bayern München, familiäre Freuden und einige Schicksalsschläge.

Wer 1920 geboren ist, so wie die Theresia Hofer aus Hohenpolding, hat einen Weltkrieg mit Angst und Entbehrungen erlebt, politische Neuausrichtungen in Europa und der Welt gesehen und sich 30 Mal über die deutsche Meisterschaft des FC Bayern München freuen können. Erlebt hat Resi Hofer, die vielen auch nur unter „d‘Bäuerin von Starzell“ bekannt ist, die letzten 100 Jahre viel, das wird sie jedem, der sie fragt persönlich bestätigen: Die Geburt der eigenen Tochter, deren Hochzeit, die Geburt der Enkel und Urenkel, aber auch den Verlust von vielen liebgewonnen Weggefährten, ob Ehemann, Familienmitglieder, Freunde oder Nachbarn.

Der Herrgott wird sich schon was gedacht ham.

Theresia Hofer

Ihr Glaube gab der Resi immer wieder Trost, um so manchen Schicksalsschlag zu verarbeiten. Bis zum letzten Jahr hat sie noch ganz selbständig daheim in Starzell gewohnt, unterstützt von Familie und Nachbarschaft, bis sie ins Pflege- und Betreuungszentrum Aloisium nach Hohenpolding umzog.

Wer die Jubilarin heute fragt, welches Geheimrezept sie benutzt hat, um 100 Jahre zu werden, wird von ihr erfahren, dass es nicht viel braucht: Fleiß, Gottes Liebe, Humor und Bescheidenheit seien die wichtigen Zutaten um den 100. Geburtstag feiern zu können. Etwas Glück zur rechten Zeit schadet natürlich auch nicht, ergänzt sie schmunzelnd. „Glücklich is der, der des gloane Blümlein am Wegesrand säng ko“, dieser Satz wird oft von Resi zitiert und ist sicherlich ihre ganz persönliche Geheimzutat für ihr staatliches Alter.

Zu ihrer kleinen Geburtstagsfeier im Betreuungszentrum mit ihrer Familie und ein paar ehemaligen Nachbarinnen überbrachte auch Hohenpoldings Bürgermeister Alfons Beilhack seine Glückwünsche. Zum Abschluss des Nachmittags besuchte Resi mit ihrer Familie noch das Grab ihres Ehemannes und einiger verstorbener Weggefährten am Friedhof. Mit etwas Organisation und Unterstützung des Pflegepersonals konnte der Jubilarin damit ein langersehnter Herzenswunsch erfüllt werden. Gerne genießt Resi im Garten des Aloisiums die herbstlichen Sonnenstrahlen und betrachtet dabei die Blumen. Monika Kronseder

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