Aufwändige Bergungsaktion

Bagger bei Pürten in Innkanal gestürzt 

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Bei der Bergung

Fahrer konnte sich in letzter Minute noch retten. Taucher suchten den vier Tonnen schweren Kleinbagger. Er versank fünf Meter tief.  Bergung n folgte am Tag danach

Waldkraiburg/Pürten - Zu einem ungewöhnlichen Bergeeinsatz wurden am Mittwoch, 15. Mai, gegen 15.45 Uhr wurde die Wasserrettung Waldkraiburg, der Rettungsdienst Waldkraiburg und die SEG Haag i. OB, die Feuerwehr Waldkraiburg und Pürten sowie das THW und das Landratsamt Mühldorf a. Inn Fachbereich Katastrophenschutz  in der Nähe der Waldkraiburger Kläranlage alarmiert. Bei Bauarbeiten an der Innkanalböschung, wo gerade Beton aufgespritzt wird, verlor ein Kleinbagger, laut Angaben des Landratsamtes Mühldorf, im unwegsamen Gelände den Halt und rutschte von der Böschung in den Innkanal. Der Fahrer konnte sich in letzter Minute noch aus dem Bagger retten, der Minibagger versank fünf Meter tief im Innkanal. Die Feuerwehr Pürten und Waldkraiburg, sowie die Wasserwacht Waldkraiburg versuchten mit schwerem Gerät und Tauchern den Bagger zu fixieren und ihn anschließend aus dem Wasser zu bergen. 

Unter Hinzuziehung von Fachberatern vom THW und Mitarbeitern vom Verbund mussten die Arbeiten gegen 19 Uhr eingestellt werden, weil mit dem vorhandenen Gerät eine gefahrlose Bergung nicht möglich war.

Am gestrigen Donnerstag, 16. Mai, gegen 8:.5 Uhr wurde die Bergung wieder aufgenommen. Hierbei kamen die Bergungstaucher vom THW (Landshut, Mühldorf) mit schwerem Gerät zum Einsatz. Von einer Fachfirma wurde ein Schwerlastkran angefordert, um den Minibagger mit einem Gewicht von vier Tonnen zu bergen. Die Feuerwehr Pürten unterstützte die Bergung mit Einsatzkräften sowie mit Sicherungsmaßnahmen. Gegen 11 Uhr war der Bagger aus dem Innkanal geborgen. Nach Überprüfung des Gewässers durch das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim konnte keine Kontamination durch Diesel beziehungsweise Ölgemisch festgestellt werden. Der Bagger wurde durch die Fachfirma abtransportiert. Zu keiner Zeit der Bergung gab es eine Umweltgefährdung durch austretende Betriebsstoffe. Bei der Bergung am 16. Mai waren elf Einsatzkräfte des THW (Landshut, Mühldorf) einschließlich Bergungstauchern, schwerem Gerät und einem Boot beteiligt. Die Feuerwehr Pürten war zur Absicherung mit sieben Mann im Einsatz. Die Polizei Waldkraiburg war mit zwei Streifen und drei Beamten vor Ort. Ein Mitarbeiter vom Wasserwirtschaftsamt Rosenheim sowie zehn Mitarbeiter vom Verbund waren ebenfalls im Einsatz. Geleitet wurde die Aktion vom THW, Ortsverband Mühldorf sowie dem Katastrophenschutz des Landratsamtes Mühldorf a. Inn.

Simone Kopf/Pressestelle Landkreis Mühldorf

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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