Bahn Dorfen

Die Bahn kommt – nur wie?

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Doris Rauscher (l.) und Ewald Schurer (2.v.l.) haben viel Lob für die fachlich gute Arbeit der Bürgerinitiative und deren Sprecher Georg Brandhuber (r.)

Die Politiker Ewald Schurer (MdB) und Doris Rauscher (MdL) waren vor Ort

Dorfen – Alle 6.26 Minuten könnte in Dorfen ein Zug vorbeirauschen. Dies erklärte Georg Brandhuber von der Dorfener Bürgerinitiative „Für einen Bahnausbau ohne Mauern und Schranken“ bei einer Ortsbegehung in Dorfen mit dem Bundestagesabgeordneten Ewald Schurer (SPD), der Landtagsabgeordneten Doris Rauscher (SPD), Vertretern der örtlichen SPD und der Bürgerinitiative. Die Bahnstrecke München - Mühldorf habe für die Bahn höchste Priorität, erklärte Schurer. Die Interessen seien vielfältig: Wacker Chemie in Burghausen dränge auf den Ausbau, die Strecke München - Rosenheim solle entlastet werden, der Flughafen wolle einen Anschluss an den Tourismusmagneten Salzburg. Die hohe Taktung der Züge würde es nötig machen, dass im Isental insgesamt sieben Brücken und Schallschutzwände entstehen würden. Für die Bürgerinitiative ein nicht tragbarer Zustand: „Die würden dann monumental im Isental stehen. Wenn die Mauern erst einmal stehen, dann kommen sie auch nicht mehr weg“, erklärt Brandhuber. Die Bauwerke wurden das Isental verschandeln. Der einzig gangbare Weg für die Bürgerinitiative: Die Troglösung. Für dies hat sich auch der Dorfener Stadtrat ausgesprochen. Nun gehe es darum, dass sich die Stadt bei der Bahn nicht auf ein „klein klein einlassen würde“, machte Schurer deutlich. Auch Doris Rauscher sieht die Forderungen der Dorfener Bürger als berechtigt an: „Ich bin sehr gespannt auf die Vergleichsrechnung. Was kosten beide Lösungsvorschläge?“ Aktuell würde die Bahn daran arbeiten, erklärt der Bundestagsabgeordnete. „Die Troglösung wird jetzt auch von der Bahn geprüft. Sie möchte dabei mit den Kommunen und dem Straßenbauamt zusammen arbeiten.“ Dabei werde die Bahn auch die Bürger mit an der Entscheidungsfindung beteiligen. Im Herbst sei es soweit, so Schurer. Und er fordert: „Die Bürgerbeteiligung muss sehr qualifiziert sein.“ sc

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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