Verdiente Prämierung

Bayerischer Klimapreis 2020 für den Hellmeierhof und Floristik Geisberger in Heldenstein

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Ministerin Michaela Kaniber (Mitte) mit den Preisträgern Monika und Helmut Geisberger

Heldenstein/Weidenbach – Besonders innovative Projekte, mit denen Landwirte, Winzer und Gärtner in ihren Betrieben zu einem besseren Klimaschutz beitragen, werden mit dem „Bayerischen Klimapreis 2020 für landwirtschaftliche Betriebe sowie Weinbau- und Gartenbaubetriebe“ prämiert. Wobei die entsprechenden Vorschläge sich durch Pilotcharakter und Kreativität auszeichnen und auf andere Betriebe übertragbar sein sollten. Der Gesamtbetrag des Preis ist mit 12.000 Euro dotiert und kann gegebenenfalls auch auf mehrere Preisträger aufgeteilt werden.

Auszeichnung mit dem Klimapreis 2020 

Ende Juli wurden von Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber drei Betriebe mit dem „Bayerischen Klimapreis 2020“ ausgezeichnet, die sich durch besonders gelungene Praxisbeispiele, zur Anpassung an den Klimawandel beizutragen, profilieren konnten. Einen dieser, mit jeweils 4.000 Euro dotierten Preise erhielt der landwirtschaftliche Betrieb von Monika und Helmut Geisberger aus Heldenstein (Lkr. Mühldorf) Die Auswahl der Sieger aus insgesamt neun Bewerbungen erfolgte über eine Expertenjury unter der Leitung der Landesanstalt für Landwirtschaft. „Die innovativen Ideen und Konzepte der Preisträger zeigen vor allem Familienbetrieben praktische Lösungsmöglichkeiten auf, die als Vorbilder dienen können“, sagte die Ministerin.

Auswahlkriterien für den Betrieb Geisberger 

Überzeugt hat die Jury, dass der landwirtschaftliche Betrieb mit Floristik-Unternehmen auf regenerative Energien setzt. Durch Photovoltaik-Anlagen, eine Hackschnitzelheizung, Anlage einer Kurzumtriebsplantage, Austausch der vorhandenen Lampen durch LED-Lampen sowie bewusste Einsparung von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln konnten Strom, Heizöl und Flüssiggas und damit CO2 eingespart werden. Laut Helmut Geisberger bringe alleine die Photovoltaikanlage und die Umstellung der kompletten Beleuchtung auf LED‘s eine jährliche Stromersparnis von 11.000 KW.

 Auch der regionale Gedanke, den der Betrieb verfolgt, war relevant für die Entscheidung der Jury. So werden im Floristikbereich – dem Hauptstandbein des Betriebes, der von Monika Geisberger mit ihrer Tochter Andrea betrieben wird – Schnittblumen und Pflanzen überwiegend regional bezogen, Heu, Stroh, Holz und Rindenteile für Kränze und Gestecke liefert die eigene Landwirtschaft. Zudem wird zum Verpacken aus Gras hergetelltes Naturpapier anstelle von Folien verwendet. Das Preisgeld soll letztlich genutzt werden, um weitere Schritte Richtung Klimaschutz zu finanzieren, eventuell für die Umstellung auf Wasserstoff in Sachen Mobilität. so Helmut Geisberger.   - and

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