Süffiger Ersatz

Beliebtes Taufkirchener Volksfestbier in Flaschen

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Beim Vorkosten im Biergarten (v.l.): die Volksfestreferenten Tom Unterreitmeier und Nik Kronseder, Social-Media-Betreuer der Brauerei Florian Pell, Volksfest-Sachbearbeiterin Christine Aulechner, Braumeister Tom Drechsel, Festwirt Franz Jell, Brauerei-Vertriebsleiter Fritz Rumpfinger, Festwirt Helmut Jell, Bürgermeister Stefan Haberl und Verwaltungsleiter Martin Bauer

Taufkirchen – Volksfest gibt es heuer keines. Um den Kummer der vielen Fans der Taufkirchener Wies‘n wenigstens etwas zu reduzieren, hat die Brauerei ein Volksfestbier abgefüllt in Flaschen herausgebracht. Statt der traditionellen Bierprobe gab es ein kurzes Vorkosten im Biergarten, mit Abstand natürlich. Noch nie in der nunmehr 60-jährigen Volksfestzeit gab es ein eigens gebrautes Festbier in Bierflaschen, erklärte dabei Vertriebsleiter Fritz Rumpfinger. Braumeister Thomas Drechsel hat für das „Volksfest dahoam“ extra „ein bisserl am Bier rumgeschraubt“, verriet er und sich für eine andere Rezeptur entschieden. Verkauft werde es im Getränkemarkt der Brauerei und bei diversen Vertriebspartnern und im Brauerei-Biergarten. 

Taufkirchens Bürgermeister Stefan Haberl und ehemaliger Volksfestreferent erklärte, dass man sich mit den Brauereiverantwortlichen und den Festwirten zusammengesetzt und überlegt habe, wie man die wirtschaftlichen Einbußen wenigstens ein bisschen auffangen könnte. „Uns war es wichtig, Zusammenhalt zu beweisen, für das Volksfestbier zu werben und in ein eigenes Etikett zu investieren“, erklärte er. „Wir wollten den Bürgern ein kleines Volksfest-Gefühl für daheim geben.“ Das Rathaus-Kreativteam um Volksfest-Chefin Christine Aulechner, Pressesprecherin Renate Bauer und Caro Stanglmayr von der Öffentlichkeitsarbeit hat sich ebenfalls etwas einfallen lassen: für jeden verkauften Träger Volksfestbier gebe es einen Gutschein für eine Volksfest-Brezn, die 2021 auf dem Volksfest eingelöst werden könne. Insgesamt sind es 500 Brezen-Gutscheine. Damit wolle man einen Anreiz zum Bier kaufen schaffen und die Leute animieren, nächstes Jahr wieder aufs Taufkirchener Volksfest zu gehen und den Gutschein im Festzelt einzulösen. 

Festwirt Franz Jell bedauerte ebenfalls sehr, dass das Volksfest heuer ausfallen muss, zumal die Vorbereitungen schon vor Ausbruch von Corona gelaufen und größtenteils abgeschlossen gewesen seien. Auch ein neues Online-Reservierungsportal wurde am 1. März freigeschaltet, um es am 2. März wieder zu schließen. Der Jubiläumskrug sei ebenfalls fertig gewesen, die Bestellung konnte noch gestoppt werden. All dies sei ein „Riesenaufwand“ gewesen, laut Franz Jell. Das komplette Volksfest-Paket verschiebe man nun um ein Jahr. Es habe einige Überlegungen für Alternativveranstaltungen gegeben, etwa ein kleines Volksfest im Biergarten, weil die Leute darauf heiß seien, aber man könne die Auflagen nicht einhalten, wenn auf einmal 4000 Leute vor dem Biergarten stünden. Also wurde die Idee wieder fallen gelassen. Sein Cousin, Festwirt Helmut Jell dankte, dass die Brauerei ihnen die Pacht für das Lokal Boveda und den Biergarten erlassen hatten, solange beides geschlossen sein musste. „Das hat uns sehr geholfen. Wir haben alle sehr viel investiert, auch in Hygienekonzepte, dass der Restaurantbesuch wieder angenehm ist und bei uns auch eine gewisse Geselligkeit herrscht“. Der Gemeinde dankte er für die unkomplizierten, vertrauensvollen Gespräche. Dass es auch wieder bessere Zeigen geben wird, da ist er sich sicher, auch dass das 60. Volksfest bestimmt nächstes Jahr gefeiert werde.  - til

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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