Bewegen für den guten Zweck

Benezfiztag in Kirchstett für Krebshilfe

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Angelika van der Straaten und Tochter Alena hoffen auf zahlreiche Gäste beim ersten Benefiztag in Kirchstett, um möglichst viele Spenden sammeln zu können.

Angelika van der Straaten hat ihre Eltern durch den Krebs verloren - Jetzt startet sie einen Spendentag für den guten Zweck

Kirchstett/St.Wolfgang – „Wir hoffen am 25. Mai auf wunderschönes Frühlingswetter“, sagt Angelika van der Straaten. Für diesen Tag, einen Samstag, haben sie und ihr Team ab 14 Uhr den ersten Benefiztag in Kirchstett geplant, verbunden mit einem Fest für die ganze Familie. Dafür eignet sich Kirchstett gut, denn rund um den jahrhundertealten Milchvieh- und Schafhof im Sollacher Forst zwischen Isen und St. Wolfgang sind nichts als Wiesen und Wald, die natürlich im Frühjahr ihre ganze Pracht entfalten. Heuer soll an dem Maitag eine große Feier stattfinden, die nicht nur einem guten Zweck dient, sondern vor allem Kindern eine Menge Spaß bringen dürfte. „Wir bereiten einen Parcours mit Geschicklichkeits- und Bewegungsspielen vor, wer mag, kann auch auf einem geführten Pony reiten – alles gegen jeweils eine kleine Spende“, so van der Straaten. Für die Größeren ist ein Charity­lauf mit drei verschiedenen Laufstrecken geplant – eine davon für Kinder und Kinderwagen-Schieber, zwei weitere in unterschiedlichen Längen für die verschiedenen Konditionen der Läufer. Es wird auch eine große Tombola mit Gewinnen geben, die regionale Unternehmen gestiftet haben. Neben Kaffee und Kuchen plant van der Straaten, deftige Gerichte anzubieten, und Musiker sollen die Gäste mit passenden Klängen unterhalten. Für die Betreiberin ist wichtig, dass viele Leute kommen und sich beteiligen. „Alle Einkünfte werden ausnahmslos gespendet“, erklärt sie. Das Geld geht an die Vereine „mikado - Eltern auf Zeit“, der Kinder in Pflegefamilien vermittelt, und an die Elterninitiative „Intern3“ vom Haunerschen Kinderspital München, die sich um krebskranke Kinder und deren Angehörige kümmert. Das Thema Krebs liegt Angelika van der Straaten sehr am Herzen und war auch für sie der Auslöser für die Benefizveranstaltung. Im vergangenen Jahr verlor die Wirtschaftsingenieurin ihre Eltern im Abstand von wenigen Monaten durch bösartige Krebserkrankungen. „Meine Mama hat 14 Monate dagegen ankämpfen können, mein Vater ist fünf Wochen nach der Diagnose verstorben“, sagt die zweifache Mutter. Tochter Angelika, die zusammen mit ihrem Mann William viele Jahre für internationale Konzerne tätig war und lange in Australien lebte, begleitete ihre Eltern in den letzten Lebenswochen intensiv und versuchte, jeden Moment für sie da zu sein. Besonders eingebrannt haben sich ihr die ­Erlebnisse im Krankenhaus, wo Mitpatienten ihrer Mutter allein blieben, weil die Angehörigen keine Zeit oder nicht das Bedürfnis hatten, die Kranken zu besuchen. „Besonders für Kinder ist das schlimm, wenn sie eine Zeitlang nicht in ihren Familien leben können und sie nicht die Aufmerksamkeit und Zuwendung bekommen, die sie brauchen.“ Daher kam ihr der Gedanke, Vereine zu unterstützen, die sich um kranke Kinder kümmern. Sie ist sich sicher, dass das ganz im Sinne ihrer Eltern wäre: „Sie haben sich viel für andere eingesetzt“. Ihre Mutter Rosmarie Schmaderer, geborene Silbernagl-Germaier, war in Isen vor allem als Nichte und Adoptivtochter vom Silbernagl-Wirt (dem Vorgänger im heutigen Gasthof Klement) bekannt, dann bis 2010 als Betreiberin des heutigen Gästehauses Storchenkeller. „Meine Mutter war eine Macherin, eine mutige Frau, die eigene Entscheidungen traf und sich nie unterkriegen ließ“, sagtdie Tochter. Ihr Vater Erwin hatte lange noch durch die Band “The last ­byrds“ im Raum Ebersberg einen bekannten Namen.H. Dinger

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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