Theater in Dorfen

Der Besuch der alten Dame

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Der Dürrenmatt-Klassiker wird erzählt von drei Herren im Seniorenheim und einer Klappmaulpuppe.

Klassiker von Dürrenmatt am Freitag, 11. Januar, um 20 Uhr im Jakobmayer Saal

Dorfen – Die Freunde des Jakobmayer freuen sich, im Jakobmayer-Saal das Gastspiel „Der Besuch der alten Dame“ präsentieren zu dürfen. Der Schweizer Schriftsteller und Dramatiker Friedrich Dürrenmatt schrieb die bitterböse tragische Komödie über Schuld und Sühne, Rache und Moral und die Frage, was man mit Geld kaufen kann, in den 1950er Jahren. Es brachte ihm den internationalen Durchbruch und gilt heute als Klassiker der Weltliteratur. Zur Handlung: Die Milliardärin Claire Zachanassian kehrt nach 45 Jahren aus den USA zurück in ihre Schweizer Heimatstadt Güllen nahe der deutschen-schweizerischen Grenze. Hochschwanger musste sie die Stadt seinerzeit verlassen, nachdem sie eine Vaterschaftsklage gegen den von ihr innigst geliebten Krämer Alfred Ill verloren hatte. Er hatte die Vaterschaft geleugnet und den Prozess mit Hilfe zweier bestochener Zeugen gewonnen. Die so verleumdete und tief gedemütigte Claire rächt sich perfide: Von Übersee aus hat sie, nachdem sie zu Geld gekommen war, nach und nach alle Unternehmen in Güllen aufgekauft, um sie anschließend in die Insolvenz zu treiben. Nun bietet sie der verarmten Einwohnerschaft eine Milliarde für den Tod von Alfred Ill. Die Güllener weisen das unmoralische Angebot zunächst empört zurück. Schließlich aber siegt Geldgier über Ehrbarkeit: Am Ende können sie dem Lockruf des Kapitals nicht widerstehen und verfallen in einen wilden Kaufrausch, wobei sie sich mehr und mehr verschulden. Doch die Schulden wollen abbezahlt, der neue Wohlstand der Gemeinde erhalten werden – und das scheint am Ende nur noch möglich durch den geforderten Mord an Alfred Ill … In dieser Verquickung von Selbstjustiz und der Macht des Geldes werden Opfer zu Tätern und Täter zu Opfern. Jede Seite sieht sich in ihrem Handeln im Recht, dient es doch schließlich wahlweise den hohen Zwecken des Gemeinwohls – oder der ausgleichenden Gerechtigkeit. „Die Welt machte mich zu einer Hure, nun mache ich sie zu einem Bordell“, wie Claire sagt. In der Inszenierung von Andreas Wiedermann treten nicht nur Schauspieler, sondern auch eine Puppe auf. Die Geschichte wird in der Retrospektive von drei ehemaligen Honoratioren einer Kleinstadt erzählt, die sich – reich, zufrieden und selbstgerecht – in ein nobles Altenheim zurückgezogen haben. Hier lassen sie die aufregendste Zeit ihres Lebens genüsslich Revue passieren und Alfred Ill selig noch einmal auftreten … Einlass ist ab 19 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf für 12/20 Euro zzgl. Gebühren beim Ticket Treff Dorfen unter Tel. (0 80 81) 13 93 oder online unter www.printyourticket.de. Eva Wagner

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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