Bockhorns Bürgermeister Hans Schreiner will Landrat in Erding werden

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Hans Schreiner will es nochmal wissen

Bockhorn – Die Überraschung war perfekt: Bockhorns Noch-Bürgermeister Hans Schreiner will bei den Kommunalwahlen 2020 gegen Landrat Martin Bayerstorfer antreten. Unterstützt wird der 62-jährige Freie Wähler dabei von seiner Partei, den Grünen und der SPD. Schreiner würdigt den amtierenden Landrat: „Die große Arbeit hat er gut geleistet. Unser Landkreis steht gut da.“ Er habe gute Ergebnisse vorzuweisen, aber er habe „erlebt, wie er im Kreistag ist“. Bayerstorfer habe im „Umgang Defizite“, findet Schreiner. Auch wie er mit sozialen Themen, wie der „Flüchtlingsgeschichte und dem Frauenhaus“, agierte sei „suboptimal“ gewesen. Schreiner will nach 18 Jahren nicht mehr als Bürgermeister kandidieren, wagt sich aber nochmal in den Ring: „Entweder Rente oder Landrat“, sagt er. Welche Chancen rechnet sich Schreiner aus? Der Wähler müsse entscheiden, ob er nach einer Periode von 18 Jahren Bayerstorfer eine Veränderung wolle. „Ich bin eine Art Übergangskandidat, der Raum für weitere Veränderungen im Landkreis bringen kann“, meint der 62-Jährige, der nur für eine Legislaturperiode amtieren würde. Der studierte Diplom-Agrar-Ingenieur und Nebenerwerbslandwirt weiß: „Als Herausforderer ist es immer schwieriger, als wenn ein Amtswechsel und mehrere Bewerber anstehen“. Nach der ausführlichen Berichterstattung in diesen Tagen werde das Pendel in irgendeiner Form ausschlagen, ist er sich sicher. Er habe sich zwar mit zwei Gruppierungen zusammengetan, den Grünen und der SPD, jede Partei werde aber ihren eigenen Wahlkampf abgestimmt auf seine Person führen. Auch werde er nicht mehr auf der Kreistagsliste für die Freien Wähler kandidieren. „Für mich heißt es alles oder nichts.“ „Sollte ich in die Verantwortung kommen, muss ich mir meine Mehrheiten suchen.“ Die Debatten im Kreistag wolle er ergebnisoffen führen. Bestimmt würde es mehr Diskussionen geben und würde es schwieriger Entscheidungen zu erarbeiten, weil er nicht auf die CSU-Mehrheit setzen könne. Aber vielleicht würde er ja auch die ein oder andere CSU-Stimme erhalten. til

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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