Fragestunde für alle

Bürger hatten viele Fragen

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Bürgermeisterin Sissi Schätz

Umbau und Kosten der Münchener Straße oder Schlosshofplanung waren einige Themen der Bürgerversammlung in Haag

Haag – Die Kosten für den Ausbau und die offizielle Öffnung der Münchener Straße für den Verkehr brannte vielen Anliegern bei der Bürgerversammlung unter den Nägeln. Die letzten Arbeiten seien derzeit im Gange, bestätigte Bürgermeisterin Sissi Schätz. Die neue LED-Beleuchtung funktioniere bereits zu größten Teilen, aber die bestellten Verkehrszeichen wurden immer noch nicht geliefert. Eine Verkehrsfreigabe könne erst erfolgen, nachdem alles richtig beschildert sei, die mit einer Lichtzeichenanlage versehene Straßenquerung über die Einmündung zur Westendstraße in Betrieb genommen sei und auch die Beleuchtung durchgehend funktioniere. Die Kosten werden erst nach Abschluss der Arbeiten feststehen, da die Fahrbahn von der staatlichen Bauverwaltung in Rosenheim finanziert werde. Die Gehwege, Beleuchtung, Entwässerung und Querungen gehen zulasten des Marktes Haag und somit zu gewissen Teilen auch an die Bürger. CSU-Vorsitzender Ludwig Schletter monierte die Kostenmehrung von ursprünglichen 900.000 Euro auf 3,4 Millionen Euro, wofür nach Schätz die Verzögerung des Baubeginns mit gestiegenen Baupreisen und die Erhöhung des Planungsumfanges durch die Fahrradstreifen ursächlich seien. „Es soll alles transparent und nachvollziehbar sein“, betonte die Bürgermeisterin. Bedenken gegen die Schlosshofplanung als radikalen Einschnitt mit Ausbildung eines antiken Theaters hatte Gerhard Kramer, Vorsitzender des Geschichtsvereines. Hier seien nur minimale Eingriffe in die bestehende Struktur möglich, mehr sei vom Landesamt für Denkmalpflege sowieso nicht angedacht, antwortete ihm Schätz. Der fehlende Postkasten am ehemaligen Postgebäude sei gerade für ältere Bürger ein großes Manko. Auch parkende Lkws und die dauerhafte Verschmutzung am „Anwandweg“ der B12 für Traktoren und Radfahrer waren weitere Ärgernisse der Bürger. Der neue Leiter der Polizeistation Haag, Dirk Schreyer stellte sich bei der Versammlung vor und beantwortete Fragen zur Verkehrssituation und der Sicherheitslage in Haag. Vermehrte Unfälle, die in der Rainbachstraße moniert wurden, seien ihm nicht bekannt. Er werde dies prüfen lassen. Ansonsten sei Haag „für Polizeiverhältnisse eher ruhig und unauffällig.“ Nichtsdestotrotz werde man in Zukunft wesentlich mehr Polizeipräsenz zeigen, hier kann es durch zwei neue Kolleginnen auch durchaus mal zu Streifenfahrten mit „zwei jungen Damen in Uniform“ kommen. Derzeit hat der Markt Haag 6.399 Einwohner. Die finanziellen Eckdaten mit dem Rückgang der Verschuldung pro Kopf von 914 auf 825 Euro erläuterte Bürgermeisterin Schätz ebenso wie die Ausgaben für den Schlosshof mit 500.000 Euro. Die Sanierung des Hallenbades und der darüber liegenden Turnhalle schlage mit fast sechs Millionen Euro zu Buche. Die Kosten für Wasser und Abwasser konnten gesenkt werden. Auch der Breitbandausbau liege sehr gut im Zeitplan, derzeit werden die restlichen unterversorgten Gebiete ausgeschrieben.aj

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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