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Cannabis ist jetzt legal!

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© dpa

Berlin/München -Einstimmig (!) hat der Bundestag heute Cannabis als Medizin legalisiert. Mit dem neuen Gesetz werden die Kassen verpflichtet, die Kosten für die Cannabismedizin zu übernehmen, wenn diese medizinisch notwendig ist.

Das bisher erforderliche aufwendige Ausnahmegenehmigungsverfahren entfällt, so dass Ärzte Cannabis selbst per BtM Rezept verschreiben können. Zudem wird der Staat zum "Dealer" in Form der „Cannabisagentur“, die den Anbau und Vertrieb regelt.

Micha Greif, Sprecher der DHV Ortsgruppe München, ist hocherfreut über den Bundestagsbeschluss: „Das ist ein historischer Meilenstein für alle Patienten. Wir gehen davon aus, dass langfristig mehr als eine Millionen Menschen hierzulande von Cannabis als Medizin profitieren können“. Aktuell haben lediglich 1.004 Menschen in Deutschland eine Ausnahmegenehmigung für Marihuanablüten.

Seine Mitstreiterin Sabine Haydn ist sichtlich erleichtert: "Nun habe ich als langjährige, unheilbare Krebspatientin endlich legal die Möglichkeit mit einem Medikament gleich mehrere Nebenwirkungen meiner Dauerchemotherapie und den Auswirkungen einer Wirbelsäulenversteifung aufgrund von Knochenmetastasen entgegen zu wirken. Dadurch wird mir für meine verbleibende Lebenszeit ein Plus von der in der Krebstherapie vielbeschworenen Lebensqualität zurück gegeben."

Die DHV Ortsgruppe München schlägt nun vor, die neu entstehende Cannabisagentur als Bezugsquelle für ein lokales Cannabis-Modellprojekt in München zu nutzen. Entsprechende Modellprojekte werden zur Zeit in Bremen, Berlin, Düsseldorf und Münster angestrebt.

Liste der 62 Diagnosen, für die Cannabis als Medizin offiziell anerkannt wurde:

Allergische Diathese, Angststörung, Appetitlosigkeit und Abmagerung (Kachexie), Armplexusparese, Arthrose, Asthma, Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS), Autismus, Barrett-Ösophagus, Blasenkrämpfe nach mehrfachen Operationen im Urogenitalbereich, Blepharospasmus, Borderline-Störung, Borreliose, Chronische Polyarthritis, Chronisches Müdigkeitssyndrom (CFS), Chronisches Schmerzsyndrom nach Polytrauma, Chronisches Wirbelsäulensyndrom, Cluster-Kopfschmerzen, Colitis ulcerosa, Depressionen, Epilepsie, Failed-back-surgery-Syndrom, Fibromyalgie, Hereditäre motorisch-sensible Neuropathie mit Schmerzzuständen und Spasmen, HIV-Infektion, HWS- und LWS-Syndrom, Hyperhidrosis, Kopfschmerzen, Lumbalgie, Lupus erythematodes, Migraine accompagnée, Migräne, Mitochondropathie, Morbus Bechterew, Morbus Crohn, Morbus Scheuermann, Morbus Still, Morbus Sudeck, Multiple Sklerose, Neurodermitis, Paroxysmale nonkinesiogene Dyskinese (PNKD), Polyneuropathie, Posner-Schlossmann-Syndrom, Posttraumatische Belastungsstörung, Psoriasis (Schuppenflechte), Reizdarm, Rheuma (rheumatoide Arthritis), Sarkoidose, Schlafstörungen, Schmerzhafte Spastik bei Syringomyelie, Systemische Sklerodermie, Tetraspastik nach infantiler Cerebralparese, Thalamussyndrom bei Zustand nach Apoplex, Thrombangitis obliterans, Tics, Tinnitus, Tourette-Syndrom, Trichotillomanie, Urtikaria unklarer Genese, Zervikobrachialgie, Zustand nach Schädel-Hirn-Trauma, Zwangsstörung. Quelle: www.alternative-drogenpolitik.de

Kontaktdaten:
Micha Greif
Telefon: (0178) 2797900
E-Mail: ortsgruppe-muenchen@hanfverband.de 
Web: www.hanfverband.de
Facebook: www.facebook.com/dhvmuenchen 

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