Schauspielerin, Drehbuch- und Romanautorin lebt in Dorfen

Cleo Kretschmer feiert 70. Geburtstag

Zwei Frauen, Cleo Kretschmer mit Gisela Schneeberger, und ein Mann, Georg Schmederer, marschieren einen Gang entlang
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Cleo Kretschmer mit Gisela Schneeberger und Georg Schmederer, dem s‘Kino-Chef bei der Filmvorstellung in Dorfen

In Dorfen hat Cleo Kretschmer eine Heimat gefunden, im Dorfener s‘Kino hat sie ihren Stammplatz und in der Dorfener Innenstadt kann man sie immer wiedersehen. Bekannt wurde sie wegen ihrer bayerischen Filmkomödien.

Dorfen - In Thalberg, einem Ortsteil von Wegscheid kam Cleo Kretschmerl als Ingeborg Maria Kretschmer am 11. Februar 1951 zur Welt. Ab ihrem 11. Lebensjahr lebte die Tochter eines Grenzpolizisten in München. Nach der Schule lernte sie Drogistin, war dann Sekretärin, Barfrau und schließlich Verkäuferin in einer Boutique. Nach einem kurzen Gastspiel im fünften Teil des Schulmädchen-Reports wurde sie von Regisseur Klaus Lemke entdeckt Der Durchbruch als Schauspielerin gelang ihrr 1975 in der Fernsehkomödie Idole, bei der sie auch am Drehbuch mitarbeitete. In den Jahren 1976 bis 1981 und 1995 machte sie Lemke zur Hauptdarstellerin (meist neben Wolfgang Fierek) seiner „schrägen“ Komödien. Die Schauspieler konnten darin ihre Dialoge frei improvisieren. Für ihre schauspielerische Leistung in Amore erhielt Kretschmer 1978 den Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste.

Auch als Buchautorin verdiente sie sich: 1984 veröffentlichte sie ihren ersten Roman Herzschmerz, weitere Bücher folgten. Cleo Kretschmer war in den 80er Jahren, als sie die Hälfte des Jahres auf Ibiza lebte, ein bekanntes Mitglied der Münchner Schickeria. 1990 kandidierte sie erfolglos für den Münchner Stadtrat.

Ein schwere Gehirnblutung erlitt sie 1998, von der sie sich nur langsam erholte. Nach ihrer vollständigen Genesung betätigte sie sich als Journalistin für die Zeitschrift Penthouse. In dieser Funktion führte sie 1999 ein aufsehenerregendes Interview mit dem damaligen Fernsehpfarrer Jürgen Fliege. 2004 feierte sie mit Samba Bavaria ihr Comeback als Schauspielerin. 2005 wirkte sie in der Operette Phoenix – wem gehört das Licht von Studio Braun am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg mit. Und in „Eine ganz heiße Nummer“ spielte sie 2011 neben Gisela Schneeberger eine Nebenrolle. Zur Vorstellung des Kassenschlagers war sie mit Kollegen des Fimsets natürlich auch im Dorfener s‘Kino dabei.

Kretschmer ist offizielle Schirmherrin des Bayerischen Landesverbandes für die Rehabilitation der Aphasiker e.V. Zudem ist sie Mentorin von LILALU.

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