Rettet die Bienen

Pro & Contra des Volksbegehrens

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[Symbolfoto]

Das Begehren Artenvielfalt „Rettet die Bienen“ scheidet die Geister: Darüber streiten die Befürworter und Gegner

Region – Seit 31. Januar können sich die Bürger für das Volksbegehren Artenvielfalt „Rettet die Bienen“ eintragen. Um einen Volksentscheid für mehr Naturschutz zu erwirken, müssen die Initiatoren, wie die ÖDP und die Grünen in zwei Wochen rund eine Million Stimmen sammeln. 

Hierbei geht es nicht nur um die Bienen und Insekten, sondern darum, das Bayerische Naturschutzgesetz in vielen Punkten zu ändern. 

Eine der umstrittensten Forderungen ist, dass der Ökoanbau stark ansteigen soll, bis 2030 auf 30 Prozent. Heute sind es unter zehn Prozent. Zahlreiche weitere Änderungsvorschläge betreffen ebenfalls die Landwirtschaft. 

Und dies ist auch der größte Kritikpunkt der Gegner des Volksbegehrens: Es wird auf Veränderungen in der Landwirtschaft abgezielt, obwohl der Naturschutz alle Bürger angeht. 

Agnes Becker, Beauftragte des Volksbegehrens und stellvertretende Landesvorsitzende der ÖDP Bayern meint dazu: „Wir befinden uns mittendrin im größten Artensterben seit den Dinosauriern und haben jetzt durch das Volksbegehren die größte Chance dieser dramatischen Entwicklung ein wirksames, verbessertes Naturschutzgesetz entgegen zu stellen.
Der Gesetzentwurf des Volksbegehrens „Artenvielfalt – Rettet die Bienen“ hat einen Wandel in genau diesem Punkt im Blick. Wir wollen eine Umverteilung der Steuergelder: Weg von der Flächenförderung, hin zu einer Förderung von Leistungen der Landwirte für das Gemeinwohl. Wer Leistungen für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen liefert, der soll und muss anständig und fair durch die Gesellschaft entlohnt werden und darum geht es beim Volksbegehren.“ 

Ebenso schätzt sie den Wachstum der ökologischen Landwirtschaft auf 30 Prozent als realistisch ein. „Ein Blick ins Nachbarland Österreich zeigt, wie das geht. Dort wurde beispielhaft vorgeführt, wie man durch kluge politische Entscheidungen mit 27 Prozent Anteil Ökolandbau und einer florierenden Bio-Wirtschaft zum Spitzenreiter in der Europäischen Union wird.“ ale

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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