Steuertipps

Corona-Krise: Kosten fürs Home-Office absetzen

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Symbolbild

(pr) – Die meisten Arbeitnehmer, die jetzt aufgrund der Corona-Pandemie teilweise oder ganz von zu Hause aus arbeiten müssen, haben ihren Arbeitsplatz normalerweise im Unternehmen: das Büro mit Schreibtisch, Stuhl, Computer, Telefon, Drucker und ähnlichen Geräten. Wer nun plötzlich im Home-Office ist, sitzt in vielen Fällen am Esstisch, in der Arbeitsecke im Wohnzimmer oder auch am Schreibtisch im Flur und arbeitet mit einem betrieblichen Laptop oder am eigenen Computer mit Login-Zugriff auf den betrieblichen Server. 

Nach aktuellem Steuerrecht können Sie als Arbeitnehmer die Kosten für Ihr Arbeitszimmer allerdings nur dann absetzen, wenn es sich dabei um einen eigenen Raum handelt. Ein Durchgangszimmer, den Küchentisch oder die Ecke im Wohnzimmer erkennt das Finanzamt nicht an. Denn das Arbeitszimmer muss fast ausschließlich für die berufliche Tätigkeit genutzt werden. Das Problem: Etliche Arbeitnehmer, die jetzt vorübergehend mobil von zu Hause aus arbeiten, um eine Infektion mit dem Coronavirus zu vermeiden, gehen nach dieser Regelung leer aus. Deshalb empfiehlt der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V., die VLH, dass Bundesregierung und Finanzministerium für das Steuerjahr 2020 auch die tatsächlichen Kosten für eine Arbeitsecke anerkennen, sowie anteilig die Kosten für Strom, Telefon oder Miete – genau wie für den privat finanzierten Bürostuhl oder Computer. Bis entsprechende Änderungen für das Steuerjahr 2020 kommen sollten, empfehlen wir Ihnen als Arbeitnehmer daher folgendes:

• Ob mit oder ohne separatem Arbeitszimmer: Lassen Sie sich eine schriftliche Bescheinigung Ihres Arbeitgebers ausstellen, in welchem Zeitraum Ihr Arbeitsplatz im Unternehmen nicht zur Verfügung stand und Sie deshalb von zu Hause aus arbeiten mussten. • Zeichnen Sie möglichst präzise auf, wann Sie Ihre Arbeitsecke oder Ihr Arbeitszimmer genutzt haben – zum Beispiel in Form einer Tabelle mit Datum, Anzahl der Stunden usw. • Bewahren Sie Rechnungen für zum Beispiel Druckerpapier, Schreibmaterial, Stromkosten und Telefonkosten auf, falls Ihr Arbeitgeber diese Kosten nicht erstattet. • Je detaillierter Ihre Aufzeichnungen und Nachweise sind, desto größer sind die Chancen, dass die Finanzämter die Aufwendungen anerkennen. Sie benötigen Unterstützung bei der Erstellung Ihrer Steuererklärung? Herr Marcel Hainke leitet die VLH-Beratungsstelle in 85435 Erding und steht Ihnen gerne von Montag bis Donnerstag zwischen 9 und 18 Uhr, sowie Freitag von 9 bis 14 Uhr telefonisch oder per Mail zur Verfügung: (0 81 22) 1 80 77 23 bzw. marcel.hainke@vlh.de  - mh

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