23 neue Fälle - 55 Personen gelten als wieder gesund

Corona-Stand 2. April 2020: Verdoppelungsrate aktuell bei acht Tagen

Corona-Stand 2. April 2020: Verdoppelungsrate aktuell bei acht Tagen
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Übersicht der aktuellen Corona-Fälle je Gemeinde im Landkreis Erding

Erding - Seit gestern ist die Zahl der bestätigten Covid-19-Fälle im Landkreis Erding von 350 auf 373 Fälle angewachsen; damit liegt die Verdopplungsrate aktuell bei 8 Tagen. Im Klinikum Landkreis Erding liegen derzeit 24 Covid-19-Patienten; 16 werden auf der Isolierstation behandelt, acht auf der Intensiv-Isolierstation, sieben davon werden beatmet. zwei weitere Landkreisbürger sind inzwischen verstorben. 55 Personen gelten wieder als gesund. Bei den neu hinzu gekommenen Fällen handelt es sich um Personen aus den folgenden Gemeinden:Berglern 2, Bockhorn 1, Dorfen 2, Eitting 1, Erding 6, Finsing 3, Fraunberg 1, Kirchberg 2, Langenpreising 1, Moosinning 1, Oberding 1, Ottenhofen 1 und  Wartenberg 1.

Die Screeningstellen des Landkreises haben mittlerweile über 3.000 Abstriche seit dem Start der ersten Stelle vor drei Wochen durchgeführt. Auch wenn insbesondere die Zahl der Tests am Wochenende zurückgeht, wird das Angebot unter der Woche weiterhin sehr gut angenommen.

Gestern wurde das Hilfskrankenhaus am Standort Fliegerhorst Erding der Öffentlichkeit vorgestellt, bevor es bis Ende der Woche vollkommen betriebsbereit gemacht wird. Bereits Dienstagabend hat sich der Staatssekretär des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege Gerhard Eck das Hilfskrankenhaus gemeinsam mit Landrat Martin Bayerstorfer, dem Ärztlichen Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz Dr. Andreas Donhauser sowie dem Örtlichen Einsatzleiter Martin Angermaier angesehen.

Örtlicher Einsatzleiter Martin Angermaier, Staatssekretär Gerhard Eck, Landrat Martin Bayerstorfer, Ärztlicher Leiter FüGK Dr. Andreas Donhauser (v.l.)

Die Fachleute erläuterten dem Staatssekretär, was in Erding geplant ist: Im Bedarfsfall könne der Betrieb gegen Ende der Woche mit einer Kapazität von 160 Betten gestartet werden, schrittweise sei eine Kapazitätssteigerung auf bis zu 1000 Betten möglich. Dabei soll das Hilfskrankenhaus primär dazu dienen, Patienten mit einem minderschweren Verlauf der Covid-19-Krankheit sowie Patienten, die sich auf dem Weg der Besserung befinden, zu behandeln, die aber dennoch einer klinischen Versorgung bedürfen. An jedem Bett wird es möglich sein, den Patienten zur Unterstützung über eine Maske Sauerstoff zu geben; verschlechtert sich der Zustand und benötigt ein Patient eine Intensivbeatmung, wird er ins Krankenhaus verlegt.

Örtlicher Einsatzleiter Martin Angermaier, Staatssekretär Gerhard Eck, Landrat Martin Bayerstorfer beim Sauerstofftank (v.l.)

Beeindruckt zeigte sich Staatssekretär Eck vor allem von der Geschwindigkeit, mit der der Landkreis Erding hier ein Hilfskrankenhaus eingerichtet hat: am 17. März begann die Führungsgruppe Katastrophenschutz, über die Einrichtung eines Hilfskrankenhauses zu sprechen. Am 25. März wurden die ersten Materialien angeliefert, am 26. März begann der Örtliche Einsatzleiter Martin Angermaier und sein Team mit dem Aufbau. Nur eine Woche später ist es nahezu betriebsbereit. Landrat Martin Bayerstorfer lobte alle Beteiligten für ihr großes Engagement: „Das konnte nur so gut funktionieren, weil wir hier alle an einem Strang ziehen und zusammenarbeiten. Jetzt sind wir vorbereitet für ein Worst-Case-Szenario, das hoffentlich in dieser Form nicht eintreffen wird.“ Daniela Fritzen/LRA

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