Sachstand 31. März 2020: 327 bestätigte Fälle

Corona-Virus erster Todesfall im Landkreis Erding

Corona-Virus erster Todesfall im Landkreis Erding
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Überblick über die Corana-Fälle in den einzelnen Gemeinden des Landkreises Erding

Landkreis Erding - Seit vergangenen Montag ist die Zahl der bestätigten Covid-19-Fälle im Landkreis Erding um 15 Fälle angewachsen. Da die Statistik zum Monatswechsel nun bereinigt wurde um jene vier Fälle, die zwischen dem 19. und dem 21. März als Reisende vom Flughafen im Klinikum Erding aufgenommen und zunächst bei uns geführt wurden, liegt die derzeitige Zahl an bestätigten Fällen also bei 327. Die Verdopplungszeit liegt damit aktuell bei über 6 Tagen, sinkt also weiter – dem Ziel von mindestens 10 Tagen kommt der Landkreis damit Tag für Tag ein wenig näher.

Im Klinikum Landkreis Erding liegen derzeit 26 Covid-19-Patienten; 17 werden auf der Isolierstation behandelt, 9 auf der Intensiv-Isolierstation, 7 davon werden beatmet, 3 Patienten stammen nicht aus dem Landkreis Erding. Bezüglich des am Wochenende verstorbenen Patienten kam es bedauerlicherweise zu einer Fehlkommunikation: der Verstorbene war wohnhaft im Landkreis Erding, der Landkreis hat daher den ersten Covid-19-Todesfall zu verzeichnen.

Bei den neu hinzu gekommenen Fällen handelt es sich um Personen aus den folgenden Gemeinden: - Berglern 4 - Dorfen 2 - Eitting 1 - Erding 2 - Finsing 1 - Forstern 1 - Pastetten 1 - Taufkirchen 2 - Walpertskirchen 1

Das Behelfskrankenhaus am Fliegerhorst kommt jeden Tag weiter voran: derzeit laufen die Personalplanungen, morgen früh wird die Brandmeldeanlage überprüft.

Die Hilfsbereitschaft im Landkreis ist nach wie vor ungebrochen: neben den Spenden beispielsweise für Mitarbeiter des Klinikums sowie zahlreichen Unterstützern in Vereinen, Nachbarschaftshilfen oder Facebookgruppen haben sich auch viele Freiwillige gemeldet, um Behelfs-Mund-Nasen-Schutzmasken zu nähen. Diese sind zwar keine medizinischen Masken, können aber trotzdem vor allem dabei helfen, andere zu schützen, wenn man selbst infiziert ist ohne es zu wissen. Hierfür hat die FüGK bereits Baumwollstoff und weiteres Material im Wert von 600 Euro gekauft, das den Freiwilligen zur Verfügung gestellt wird. Auch die Firma Himolla beteiligt sich an dieser Aktion: zum Selbstkostenpreis werden dort 1.000 Kittel und 1.000 Masken genäht.

Mit heute sind annähernd 2.800 Abstriche an den Screeningstellen des Landkreises durchgeführt worden. Da der Andrang aber insbesondere am Wochenende deutlich geringer ist, wurden die Betriebszeiten noch mal angepasst. Künftig wird an Samstagen und Sonntagen nur noch die Screeningstelle an der FOS/BOS Erding in der Siglfinger Straße von 9 bis 13 Uhr geöffnet haben. Dabei wird an diesen Tagen die Screeningstelle nicht nur als „Drive-Through“, sondern auch als „Walk-Through“ für Fußgänger zur Verfügung stehen.

Auch das Bürgertelefon wird mittlerweile insbesondere am Wochenende nur noch wenig frequentiert. Daher gibt es auch hierfür eine Anpassung der Zeiten: am kommenden Wochenende wird es nur am Samstag von 11 bis 15 Uhr besetzt sein. Daniela Fritzen

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