Kommunalwahlen in Bayern

CSU-Ortsverband Buchbach sucht neuen Kandidaten

+
Bürgermeister Thomas Einwang

Buchbach – Bürgermeister Thomas Einwang (CSU/Parteifreie) hat bereits vor einiger Zeit bekannt gegeben, dass er bei der Kommunalwahl 2020 wieder für das Bürgermeisteramt in Buchbach kandidieren will. Nun musste er aus der Mühldorfer Zeitung erfahren, dass ihn der eigene Ortsverband nicht mehr für dieses Amt nominieren will, was ihn nicht nur überraschte. „Nach dem Willen des Wahlvorschlages wird der amtierende Bürgermeister Thomas Einwang, wie in der jüngst vergangenen Versammlung einstimmig beschlossen, nicht wieder als Bürgermeisterkandidat nominiert“, war in der CSU-Pressemitteilung zu erfahren, die Ortsvorsitzender Manfred Kroha an die umliegende Presse verteilt hatte. Alle Sitzungsteilnehmer seien sich einig gewesen, jetzt nach einem Bewerber zu suchen, um in der Marktgemeinde eine demokratische Wahlmöglichkeit anbieten zu können. Die Suche sei allerdings noch nicht abgeschlossen, hieß es in der Pressemitteilung weiter. 

Auf Nachfrage, warum sich die Partei gegen Einwang entschieden habe, nannte der Ortsvorsitzende gegenüber der Mühldorfer Zeitung „Unzufriedenheit mit der Arbeit des Bürgermeisters.“ Ihm gehe einfach Vieles zu langsam. Seit 2007 habe der Markt kein Bauland mehr ausgewiesen. Impulse zur ärztlichen Versorgung seien aus dem Gemeinderat gekommen. Dieses zentrale Thema sollte aber auf der Agenda des Bürgermeisters sein, kritisierte Kroha in dem Blatt. Auch die Zusammenlegung der Bauhöfe Buchbach und Schwindegg dauere ihm schon viel zu lange. Einwang zeigt sich enttäuscht über die Vorgehensweise seiner Parteifreunde. „Mit mir ist nicht geredet worden. Ich hätte mir erwartet, dass man sowas bespricht.“ Seit zweieinhalb Jahren habe man ein fertiges Konzept für ein Ärztehaus. Es sei nicht zum Tragen gekommen, weil man keine Partner gefunden habe, erklärt er. Und, dass ihm beim Bauhof der Gemeinderat Prügel zwischen die Beine geworfen habe, obwohl alle Beschlüsse einstimmig gefasst worden waren. Würden Krohas Vorwürfe wirklich stimmen, wäre die Gemeinde bestimmt nicht „Heimatdorf 2019“ geworden, betont er. An seiner Kandidatur will Einwang auf alle Fälle festhalten. Erhielt er doch bei den Wahlen 2014, bei denen er auch auf der Liste Ranoldsberg aufgestellt gewesen war, als einziger Kandidat 94,7 Prozent der Stimmen. Der CSU-Ortsverband sucht derweil nicht nur nach einem geeigneten Kandidaten, sondern diskutiert auch die „Zusammenlegung der Wahlvorschläge CSU/PF und FWB auf Fraktionsebene“, so Kroha.  - til

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

Auch interessant:

Meistgelesen

Kaminkehrer aus dem Landkreis Erding spenden für den guten Zweck
Kaminkehrer aus dem Landkreis Erding spenden für den guten Zweck
Raubüberfall auf Supermarkt in Ebersberg – Täter kann unerkannt flüchten
Raubüberfall auf Supermarkt in Ebersberg – Täter kann unerkannt flüchten
Neujahrsempfang in Taufkirchen - Viele Investitionen geplant, vieles erreicht
Neujahrsempfang in Taufkirchen - Viele Investitionen geplant, vieles erreicht
Dorfener Kindergartenkinder ersingen sich bei diversen Auftritten 5000 Euro
Dorfener Kindergartenkinder ersingen sich bei diversen Auftritten 5000 Euro

Kommentare