Schule gegen Rechts

Demokratie stärken - Rechtsextremismus bekämpfen“ – Ausstellungseröffnung am Dorfener Gymnasium

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Comedian Michael Mittermaier eröffnete als Schulpate des Gymnasiums Dorfen die Ausstellung.

Dorfen – Ein klares Bekenntnis gegen Rechts legte Michael Mittermeier, Comedian aus Dorfen, bei der Ausstellungseröffnung im Dorfener Gymnasium „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ ab. „Ich bin stolz, dass sich in meiner Heimatstadt so viele junge Leute gegen Rassismus engagieren“, sagte der Schulpate. Es gebe nach wie vor Menschen, die den Holocaust leugnen, sagte Thomas Witzgall vom Bayernforum der Friedrich-Ebert-Stiftung zu den Schülern der 9. und 10. Klasse des Dorfener Gymnasiums. Der Journalist recherchiert im Auftrag der Stiftung direkt an der Neonazi-Front, beispielsweise bei Konzerten oder Aufmärschen der Rechten. „Man muss kritisch hinschauen. Die Identitäre Bewegung ist rechtsextremistisch, tarnt allerdings hinter Slogans wie ‚National, Revolutionär, Sozialistisch‘ die tatsächliche politische Gesinnung.“ Diese Gruppierung werde gemäßigt wahrgenommen, sei allerdings sehr aktiv im Netz. Hier stünden dann Aussagen wie „multikulturell gleich multikriminell“, so Witzgall. Manche Jugendliche tragen sogar T-Shirts mit dem Aufdruck „HKNKRZ“. „Das ist ein Kunstwort und kann somit nicht von der Polizei verboten werden, auch wenn jeder weiß, welche radikale Aussage dahinter steht.“ 

Auch Schulleiterin Andrea Hafner appellierte an die Schüler, die Augen offen zu halten: „Wir müssen auf unsere Demokratie gut aufpassen.“ Gerade die jungen Menschen sind für digitale Medien und Plattformen anfällig. Doch: „Jeder kann was gegen Gewalt tun.“ Das ist am Dorfener Gymnasium längst bekannt. Schon seit zehn Jahren gibt es hier Anti-Rassismus-Trainer, Schüler und Schülerinnen, die sich auf freiwilliger Basis gegen Ausgrenzung einsetzen. „Darauf kann die Schule stolz sein“, meinte Michael Mittermeier. Seit zwei Jahren ist der Dorfener Schulpate des Gymnasiums, unterstütze „Schule gegen Rassismus und Schule für Courage“ und setzt sich gegen Ausgrenzung und Mobbing ein. Für ihn ist eines klar: „Ein Neonazi kann kein Freund sein – hier ist die Grenze.“  - hes

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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