Brutareale schützen

Der Kiebitz ist zurück im Isental

Saisonale Orientierungshilfe dank Karte des Schutzgebietes
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Saisonale Orientierungshilfe dank Karte des Schutzgebietes

Zusätzliche Informationen erhalten Interessierte im Flyer „Wiesenbrüter, Mensch und Hund im Isental“

Landkreise Erding/Mühldorf a. Inn – Ab Mitte Februar kehren die Kiebitze aus ihren Winterquartieren zurück, um im Isental zu brüten. Ab März suchen sie ihre Brutplätze auf und bilden Territorien. Die balzenden Kiebitz-Männchen sind in dieser Phase mit ihren waghalsigen Flugmanövern und den begleitenden, eigentümlichen Rufen besonders auffällig.

Kiebitze sind selten geworden im Isental. Die Bekassine und der Große Brachvogel allenfalls als Durchzügler im Gebiet anzutreffen. Grund hierfür ist die in den letzten Jahrzehnten stark veränderte Landnutzung hin zu einer Nutzungsintensivierung von einem Großteil der Flächen im Isental. Hinzu kommen anhaltende Trockenphasen im Frühjahr und der zunehmende Druck durch Räuber. Erfahrungen machen deutlich, dass die im entsprechenden Projektgebiet (Isental, Landkreise Erding und Mühldorf am Inn) noch verbliebenen Kiebitze ohne unterstützende Maßnahmen längerfristig wenig Aussichten auf Bestandserholung haben.

Das Dorfener Moos ist eines der wichtigsten Brutareale des Kiebitz im Landkreis Erding und das wichtigste Brutgebiet im „Natur.Vielfalt.Isental“-Projektgebiet. Gemeinsam mit den Landwirten vor Ort kümmern sich die Verantwortlichen im Frühjahr um den Schutz der Kiebitz-Nester.

Der Kiebitz ist auch auf die Mithilfe der jeweiligen Besucher angewiesen. Daher wird gebeten, während der sensiblen Phase der Brutzeit und Jungenaufzucht, zwischen 15. März und 15. Juli, auf den ausgewiesenen Wegen zu bleiben und Hunde anzuleinen – auch zum Schutz von Niederwildarten, wie Feldhase und Reh.

Zusätzliche Informationen erhalten Interessierte im Flyer „Wiesenbrüter, Mensch und Hund im Isental“. Exemplare liegen im Rathaus der Stadt Dorfen aus. Bei weiteren Fragen oder Interesse zum Projekt besteht die Möglichkeit eines Besuchs im Projektbüro oder eines telefonischen Kontakts.

Kontakt/Infos

Das BayernNetzNatur-Projekt „Natur.Vielfalt.Isental“ arbeitet seit dem Jahr 2016 im Isental und wird getragen von der Wildland-Stiftung Bayern, sowie den Kommunen Lengdorf, Dorfen, Schwindegg, Obertaufkirchen und Rattenkirchen. Weitere Informationen bietet auch die Website: www.wildland-bayern.de/projekte/natur-vielfalt-isental

Christoph Schwitzke Wildland-Stiftung Bayern

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