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D'Hundskrippln kommen nach Taufkirchen: Songschreiber und Quetschnspieler der Band im Portrait

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Die sieben feschen Burschen kommen mit ihrem neuen Album „Lederhosn Amore“ am 1. Dezember ins Kulturhaus nach Taufkirchen (v.l.): Christian Besel, Franz Eichhammer, Matthias Riegler, Michael Hecker, Andreas Semmler, Thomas Eberl und Christian Winkler. © D‘Hundskrippln

„Gloana Bauer“ machte die Band d‘Hundskrippln über Nacht bekannt. Matthias Riegler ist der Songschreiber der Gruppe. Im Interview verrät er, warum das Lied für ihn Fluch und Segen zugleich ist.

Portrait über Matthias Riegler, Songschreiber und Quetschnspieler bei d‘Hundskrippln

Matthias, Du bist ja mit Deinen 33 Jahren der Opa bei Euch. Fühlst Du Dich auch so?

(lacht) Nein, gar nicht. Wir passen alle gut zusammen. Ich fühle mich nicht alt, auch wenn der Jüngste bei uns erst 21 Jahre ist.

Warum ­Hundskrippln? 

Das ist nicht auf unserem Mist gewachsen. Wir sind schon die zweite Generation der Gruppe. Die Band ist 2012 von den Vätern und Onkeln der jetzigen Mitgliedern gegründet worden. Die Band hatte damals keinen Namen und nach einem Auftritt stand in der Zeitung „Die Hundskrippln“. Damit war der Name geboren.

Du bist erst seit heuer mit dabei? 

Ja genau. Das war mehr zufällig. Ich kannte die Burschen schon von Hochzeiten und Festen, weil ich davor selber als Hochzeitslader unterwegs war. Als ich dann das Lied „Gloana Bauer“ geschrieben habe, bin ich damit als erstes zu den Hundskrippln. Sie fanden das Lied von Anfang an super und wir sind gleich damit ins Studio. So hat alles seinen Lauf genommen.

Das Lied hat ganz schön eingeschlagen und ist im Bierzelt der Dauerbrenner. Wie war das für Euch? 

Es war unglaublich, davon träumt wahrscheinlich jeder. Damit haben wir überhaupt nicht gerechnet. Das ist ein unbeschreibliches Gefühl, wenn dein eigenes Lied zum ersten Mal im Radio gespielt wird.

Im Liedtext heißt es ja auch „Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht“. Trifft das auch auf Euch zu? 

Nein, ich glaube nicht. Ich bin kulinarisch sehr offen und probiere gerne neue Sachen aus. Das trifft ebenso auf die Gruppe zu, wir sind lauter junge Kerle, die die Welt kennenlernen wollen.

Ihr seid ja recht viel unterwegs. Seid Ihr bei den Auftritten aufgeregt?

Je intimer ein Konzert, desto aufgeregter bin ich. Wir haben beim TSV 1860 München vor 15.000 Besuchern gespielt, das hat mir nichts ausgemacht. Und beim Wirt vor 100 Zuschauern geht mir mächtig die Pumpe.

Euer neues Album heißt „Lederhosn Amore“. Warum? 

Einerseits weil die erste Singleauskopplung auch Lederhosn Amore heißt und andererseits zeigt der Titel, wo wir musikalisch stehen.

In der Lederhose?

(lacht) Sozusagen. Wir machen traditionelle Musik, das symbolisiert die Lederhose. Und trotzdem machen wir keine Volksmusik im eigentlichen Sinn.

Wie würdest Du Euren Musikstil beschreiben? 

Ich würde sagen es ist eine Art bayerischer Punkrock. Unser Produzent sagt gerne Bierzelt-Punk dazu. Wir machen Stimmung und freuen uns, wenn die Leute abgehen.

Wie bekommt Ihr acht Bandmitglieder unter einen Hut? 

Ja, das ist manchmal gar nicht einfach. Wir müssen die Auftritte gut koordinieren, damit auch jeder Zeit hat.

Dann macht Ihr nicht hauptberuflich Musik? 

Nein, wir haben alle einen Beruf. Ich bin Programmierer bei einer Autofirma.

Und trotzdem so kreativ? 

Ja, da falle ich wohl aus der Rolle. Ich bin aber wohl einer der Wenigen, der im IT-Bereich arbeitet und nebenher noch Texte schreibt und Akkordeon spielt (lacht). Manchmal nervt mich meine kreative Ader aber auch.

Warum das? 

Mir fällt urplötzlich etwas ein und das muss ich dann sofort aufs Papier bringen. Letztes Mal wollte ich gerade ins Bett gehen, als ich eine Idee hatte. Das lässt mir keine Ruhe und ich kann nicht einschlafen. Ich bin also wieder aufgestanden und habe bis zwei Uhr nachts den Text geschrieben.

Seit wann spielst Du Quetschn? 

Ich habe so mit 20 angefangen, also relativ spät. Ich habe mir das Spielen selber beigebracht, so wie die meisten bei uns. Nur Christian Winkler hat das Spielen wirklich gelernt. Er beherrscht mehrere Instrumente wie Tenorhorn, Posaune und Saxophon. Wir anderen hauen halt so ein bisschen mit (lacht).

Was für Ziele hast Du noch im Leben? 

Einige (lacht). Einen großen Wunsch habe ich mir schon erfüllt: Ich habe in einem Film mitgepielt. Ich hatte eine kleine Nebenrolle in „Sauerkrautkoma“. 

Und ich möchte gerne noch in der „World Series of Poker“ in Las Vegas mitspielen. Das ist ein großes Pokerturnier. Poker ist eine große Leidenschaft von mir, das macht mir wirklich Spaß. Das wäre toll, wenn das klappen würde. Poker ist übrigens kein Glücksspiel, wie die meisten vielleicht glauben. Man braucht Strategie und Berechnung. Aber momentan bin ich wohl noch zu schlecht für die ganz große Pokerbühne. Da wäre ich wohl eher Kanonenfutter.

Das Interview führte Anja Leitner

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