Hilfe in Zeiten von Covid-19

Dorfen näht für Dorfen

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Nähen für den Corona-Virenschutz beim Rotary Club Dorfen (oben v.l.): Christine Greimel, Grit Schubert, Rosemarie Graßer, Judith Hofer, Regina Weber, Bettina Holz, Petra Rieger, Silke Schneider, Bianka Lanzl, Anita Davis; (unten v.l.): Monika Schuster, Katharina Dötsch, Heidi Empl, Maria Zinn, Gabriele Niederreiter, Marianne Ehrler, Vicky Hünermund, Micha Neumüller, Hanna Raudas-Künzel, Vroni Wittmann und Monika Holzinger

Dorfen – Die Aktion des Rotary Clubs im Rahmen der Corona-Krise – „Dorfen näht für Dorfen“ – wurde zum vollen Erfolg. Die selbstgenähten Nase-Mundschutzmasken sind ein Beitrag, das Ansteckungsrisiko durch das Virus zu minimieren. Der Verkauf brachte bereits über 16.000 Euro Spenden, die an soziale Einrichtungen vor Ort gehen. Mit der Maskenproduktion sind insgesamt 21 Dorfenerinnen uneigennützig, ehrenamtlich und sehr fleißig beschäftigt, berichtet die Initiatorin der Aktion Gabriele Niederreiter. Sie hatte mit dem Nähen zunächst alleine begonnen, aber dann schnell immer mehr Unterstützerinnen gefunden. Durch ihren Mann Stefan, ein Rotary-Mitglied, stieg der Club in die Gemeinschaftsaktion ein. 

Insgesamt stehe hinter dem Projekt ein riesen Aufwand. Anfangs sollte auch nur der Bedarf von 100 Masken bei der Tafel Dorfen gedeckt werden. Rund 3000 Masken wurden bislang genäht, rund die Hälfte davon von Mitarbeitern der Werkstätte für Menschen mit Behinderung des Wohn- und Pflegeheims der Barmherzigen Brüder in Algasing. Der Rotary Club Dorfen hat eine Aktionsgruppe „Masken“ gebildet, die kooperativ und ohne Hierarchie das Hilfsprojekt begleitet. Klaus-Peter Lutz führt seit Mai die Gruppe. Er füllt täglich früh die Ausgabestellen, leert abends die Kassen und dokumentiert die Resultate. Gabriele Niederreiter hält mit allen 21 fleißigen Damen und Algasing engen Kontakt. Stefan Niederreiter fertigte im eigenen Betrieb die Aufsteller und stellte zusätzlich eine Mitarbeiterin nur für das Nähen von Masken ab. Motivierte Zuarbeiter sind etwa Altbürgermeister Josef Sterr, Ex-Sparkassenchef Willi Neupärtl oder Steffi Hönninger, die die Materialbesorgung unterstützt. 

Die meisten Beteiligten seien nicht bei Rotary, sagt die Initiatorin. Das Schöne sei, dass „es eine übergreifende Geschichte ist“. Der „Lohn“ der Arbeit und Mühen ist nach fünf Wochen ein sehr positives Echo der Dorfener auf die Masken-Produktion. Auch im Rotary Club ist man stolz, denn mit der Aktion kommt der unterstützende und helfende Gedanke der Rotarier sehr deutlich zum Ausdruck. Neben der erfolgreichen, wie wichtigen Maskenproduktion, fließt nun Geld in Sozialprojekte, deren Unterstützung ein zentrales Anliegen der Näherinnen und der Rotarier ist. Vom Spendenaufkommen wurden bereits die ersten 2000 Euro aus den Spendeneinnahmen an die Nachbarschaftshilfe Dorfen überwiesen. Zeitnah wird der Club nun über die Vergabe weiterer Spenden entscheiden. Das begrüßen nicht nur Dorfens Bürgermeister und Schirmherr der Aktion Heinz Grundner, sondern alle Mitwirkenden. Sie freuen sich enorm, dass die Aktion so gut eingeschlagen hat. Restbestände werden an gemeinnützige und wohltätige Organisationen übergeben. Gabriele Niederreiter berichtet, die Aktion habe alle sehr gefordert aber ein Ende sei jetzt absehbar. Noch sitzt das „Masken“-Team weiter an den Nähmaschinen: Bettina Holz, Monika Schuster, Grit Schubert, Vroni Wittmann, Heidi Empl, Monika Holzinger, Marianne Ehrler, Rosemarie Graßer, Bianka Lanzl, Micha Neumüller, Anita Davis, Maria Zinn, Petra Rieger, Christine Greimel, Vicky Hünermund, Silke Schneider, Regina Weber, Hanna Raudas-Künzel, Gabriele Niederreiter, Vroni Wittmann, Judith Hofer sowie die Mitarbeiter WfbM-Algasing.   - we

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