Wirtschaftliche Auswirkungen

Dorfener Holidayland Kuligas Reisebureaux kämpft ums Überleben - mit Optimismus

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Sabine Kuliga-Lenffer freut sich, wenn die Reiselust bald wieder kommt.

Dorfen – Es waren harte Wochen, die hinter Sabine Kuliga-Lenffer und Ihrem Team liegen. Eine Mitarbeiterin ist zu 100 Prozent in Kurzarbeit, die anderen beiden arbeiten kürzer. In dieser Zeit sind alle größtenteils mit den Stornierungen der Veranstalter und Fluggesellschaften beschäftigt. Alles muss rückabgewickelt werden.

 „Es ist eine schwierige Zeit. Wir verdienen derzeit nicht bloß Null, sondern arbeiten ins Minus. Alles was wir seit Oktober erwirtschaftet haben müssen wir an die Veranstalter zurück zahlen“, erzählt Kuliga-Lenffer. „Für das abgelaufene Jahr können wir alles an Provisionen vergessen.“ Das gilt auch für verkaufte Veranstaltungstickets. Es gehen aber auch wieder einige Anfragen und Buchungen ein. „Ich hoffe, dass sich, sobald sich alles wieder lockert, auch die Reiselust wieder steigt“, sagt die Chefin. Noch gelten die weltweiten Reiswarnungen bis 14. Juni. Aber man kann ja auch in Deutschland seinen Urlaub wunderschön verbringen, erklärt sie und nennt die Nord- und Ostsee, den Bodensee, Franken oder die Lüneburger Heide als mögliche Ziele. „Unsere Kunden haben teilweise noch Befürchtungen, dass viele Freizeitmöglichkeiten eingeschränkt sind“, erzählt sie und gibt zu: „Es ist nach wie vor eine schwierige Zeit.“ Aber zu jammern, ist nicht Sabine Kuliga-Lenffers Art. 

Sie hält es wie Karl Valentin, der sagte: „Ich freue mich, wenn´s regnet. Wenn i mi ned gfrei, rengt`s trotzdem.“ Die 44-jährige Dorfenerin, die das Reisebüro ihrer Mutter übernahm, ist ein unverbesserlicher Optimist. „Es geht wieder aufwärts“, meint sie zuversichtlich. Es gibt uns seit über 30 Jahren. Wenn da nicht gewisse Rücklagen da wären, hätten wir was falsch gemacht.“ Die vergangenen Wochen nutzte sie, um daheim alles in Ordnung zu bringen. „Es gibt immer was zu tun. Ich fühle mich entschleunigt“, auch das genieße sie. Ebenso Zeit zum Nachdenken zu haben. Auch freue es sie, dass die Zusammenarbeit der Dorfener Unternehmen in der Krisenzeit besser geworden sei, sie sich regelmäßig mit Mitbewerberin Monika Hahl austausche. Nichtsdestotrotz ist sich Sabine Kuliga-Lenffer ihrer Verantwortung bewusst. Schließlich hängen an ihrem Reisebüro nicht nur vier Arbeitsplätze. Die Kunden brauchen weiterhin einen kompetenten Ansprechpartner für ihre Wünsche und Sorgen.   - til

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