Unterschriftensammlung

Eindrucksvolles Ergebnis pro Wasserschloss

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Unterschriftensammler mit Fördervereins-Vorsitzenden Uli Wolter (hinten 4.v.l.) und Bürgermeister Franz Hofstetter (vorne 3.v.r.) im Fuggersaal des Wasserschlosses

Nachdem die Erbengemeinschaft das Taufkirchener Wasserschlosses verkaufen will, haben engagierte Bürger Unterschriften gesammelt, um zu untermauern, wie wichtig der Bevölkerung die öffentliche Nutzung des historischen Gebäudes ist

Taufkirchen – Die Vilsgemeinde hat rund 10.000 Einwohner, fast ein Viertel davon hat sich für den Erhalt des Taufkirchener Wasserschlosses für die Bevölkerung ausgesprochen. Exakt 2473 Unterschriften sammelten die Mitglieder des Fördervereins Schloss, des Gewerbevereins Taufkirchen, des Oase-Vereins und des Naturkindergartens, der Kreismusikschule, von SOVIE und dem Montessori-Verein. Vorerst kann das Wasserschloss von der Gemeinde weiter genutzt werden. Wie es mit der nötigen Sanierung aussieht, muss sich erst entscheiden. Im Einvernehmen mit dem letzten Schlossherren, Nico Forster, hat sich die Gemeinde ein Nutzungsrecht auf 25 Jahre im Grundbuch eintragen lassen (wir berichteten). Da Forster verstorben ist, ging das Schloss an eine Erbengemeinschaft, die kein Interesse am Besitz und der Sanierung des historischen Gebäudes hat. Nachdem ein Investor gefunden war, der das Schloss nur ohne Nutzungsrechte der Gemeinde kaufen wollte, wurden viele hellhörig. Vor allem auch Uli Wolter, der Vorsitzende des Fördervereins. Sein Verein initierte eine Unterschriftensammlung. Stolz überreichte Wolter nun an Bürgermeister Franz Hofstetter die Listen im Fuggersaal und dankte allen Beteiligten. Es sei ein „eindrucksvolles Ergebnis“, meinte er und zeige, wie die Menschen zum Wasserschloss stehen und, dass die öffentliche und gemeinnützige Nutzung erhalten bleiben sollte. Das Ergebnis sei nicht überraschend, sagte Wolter. Schon eine frühere Umfrage habe ergeben, wie wichtig das Schloss den Taufkirchenern sei. Dies wurde folglich auch im Leitbild manifestiert. Er erinnerte an die 750-Jahr-Feier, in der die ganze Vilsgemeinde ihr Wahrzeichen feierte. Dies alles zeige „unmissverständlich“, welch große Bedeutung das Schloss nicht nur für die Gemeinde und den Ort Taufkirchen, sondern auch für die Region habe. Diese überregionale Bedeutung sollte den Entscheidungsträger im Gemeinderat klar sein. Denn nicht alle sind der Meinung, dass die Nutzungsrechte nicht abgetreten werden sollten. Wolter erklärte, es gehe auch ein stückweit darum, die Zukunft der Region mitzugestalten. Ein Kämpfer für das Schloss ist seit vielen Jahren Bürgermeister Hofstetter. Er nahm die Unterschriften und ein Gemälde der Oase-Kinder strahlend entgegen. Das Wasserschloss sei der Mittelpunkt des Ortes geworden. Es werde von Jung und Alt belebt. Neben den vielen kulturellen Veranstaltungnen und den Privatfesten, die hier stattfinden, sind unter anderem die Kreismusikschule und der OASE-Kindergarten hier untergebracht. Er bat die Anwesenden weiterhin um so engagierte Unterstützung und, aktiv das Gespräch mit der Bevölkerung zu suchen. Zudem kündigte er eine Bürgerversammlung zum Thema Schloss an, um die offene Diskussion zu ermöglichen. Während einige für den Kauf des Schlosses plädieren, befürchten Kritiker, dass es für die Gemeinde zu teuer werde. Neben dem laufenden Unterhalt stehen noch Investitionen an für Heizung, Sanitär, Elektrik und Brandschutz. „Wir untersuchen alles“, versprach Hofstetter. Erst wenn verlässliche Zahlen vorlägen, werde eine Entscheidung getroffen. Alle Varianten sollen durchgespielt werden, sagte er, betonte aber: „Wir wollen nicht im stillen Kämmerlein entscheiden“, sondern die Bevölkerung teilhaben lassen. Und Hofstetter beteuerte: „Das Schloss geben wir nicht auf“. Der Investor ist mittlerweile abgesprungen.

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