Infrastruktur-Maßnahmen

Endlich ein Recyclinghof für Inning

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Nach der Einweihung durch durch die Pfarrer Jacek Jamiolkowski und Edson Schumacher wurde der neue Recyclinghof durch Landrat Martin Bayerstorfer und Bürgermeisterin Michaela Mühlen seiner Bestimmung übergeben.

Inning – „Mülltrennung und Wiederverwertung sind für uns mittlerweile, Gott sei Dank, selbstverständlich geworden“, stellte Innings Bürgermeisterin Michaela Mühlen bei der Einweihung des neuen Recyclinghofes fest. Sie forderte bei diesem Anlass die Abkehr von einer Wegwerfgesellschaft, hin zu einer umweltverträglichen Abfallkreislaufwirtschaft. Der neue Wertstoffhof fand nach langer Suche seinen Platz an der Bierbacher Straße hinter dem Feuerwehrhaus und ist der 30. im Landkreis Erding. Mühlen dankte allen an der Verwirklichung Beteiligten, insbesondere Landrat Martin Bayerstorfer. 

In Betrieb genommen wurde der Recyclinghof vergangenen Samstag. Die Baukosten, die der Landkreis trug, beliefen sich auf etwa 220.000 Euro, die Arbeiten dauerten von Juli 2018 bis September 2019. Der Eröffnung ging ein „jahrzehntelanges Ringen um den richtigen Standort voraus“, so Bayerstorfer. Zudem hatte die Verwaltungsgemeinschaft Steinkirchen für lange Zeit ausreichend viele Wertstoffhöfe. Erste Unternehmungen für einen Inninger Recyclinghof begannen schon 2009, 2014 einigte man sich auf den aktuellen Standort. Die Ausschreibung überstieg die Kostenkalkulation des Landkreises um fast 30 Prozent, den Mehrkosten und damit dem Bau wurde Anfang 2018 im Strukturausschuss zugestimmt. Bayerstorfer ging noch kurz auf Entwicklungen in der Abfallwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten ein. Nachdem Ende der 70er der Landkreis für die Bereitstellung von Deponien verantwortlich wurde, begann man erst in den 90ern mit der Sortierung der Wertstoffe. Während 1990 im Landkreis noch 60.000 Tonnen Restmüll im Jahr bei 95.000 Einwohnern anfielen, sind es heute nur mehr 20.000 Tonnen bei 140.000 Einwohnern. Das Recyclingkonzept funktioniere nur, weil es Akzeptanz in der Bevölkerung gefunden habe, so der Landrat. 

Den kirchlichen Segen für Benutzer und Personal des Recyclinghofes erbaten der katholische Pfarrer Jacek Jamiolkowski und der evangelische Pfarrer Edson Schumacher. Bei der Einweihung waren auch Innings zweite Bürgermeisterin Maria Tristl, die Altbürgermeister Josef Naderer und Franz Mesner, Bezirksrat und Bürgermeister von Taufkirchen Franz Hofstetter, Forsterns Bürgermeister Georg Els (Mitglied des Strukturausschusses), Nadia Fusarri, Stellvertreterin des Landrats im Amt, mehrere Inninger Gemeinderäte, Waldemar Kaspar (Abfallwirtschaft Landratsamt) für die Baufirma Brandl aus Neufraunhofen Robert Brandl und Wolfgang Zürner. Die Planungen für das Areal wurden vom Ingenieurbüro Haarländer und Syra aus Erding durchgeführt, neben der Firma Brandl waren die Firmen Elas (Elektroinsallation) und Konrad (Einfriedung) am Bau beteiligt. Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnung von der Akkordeonspielerin Karin Tiefenbeck.  - fh

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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