Gesund unterwegs

Fahrbare Naschgärtchen in Dorfen

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Pflänzchen unterwegs mit Renate Döllel

Dorfen – Not macht erfinderisch – wenn schon die Kinder nicht zum Garteln kommen dürfen, dann muss eben der Garten zu den Kindern kommen. So wurden von der Vorsitzenden des Gartenbauvereins Zeilhofen, Renate Döllel fahrbare Naschgärtchen bepflanzt, jeweils einer für die Kinder aus Dorfen, Oberdorfen, Unterseebach, Litzlbach und Zeilhofen sowie einer für Oberseebach, Waxeneck und Landersdorf. 

Um das Ganze durchführen zu können kamen vier Einkaufswagen zum Einsatz, die der Singer Edeka Markt Dorfen für die Aktion sponsorte. Diese wurden mit Vlies ausgekleidet, mit Erde gefüllt und mit Mini-Gurken, Physalis, Erdbeeren, Pflücksalat, Kohlrabi, Schnittlauch Kapuzinerkresse und Zitronenmelisse bepflanzt und am Sonntag Nachmittag zu den „Startfamilien“ geschoben. In einer begleitenden E-Mail informierte Renate Döllel die Kinder detailliert, wie sie sich nun um die Gärten kümmern sollen, um sie zu hegen und zu pflegen. Die Aufgaben bestehen unter anderem darin, die Pflänzchen bei Bedarf zu gießen und vor Hitze, Kälte, Starkregen, Schädlingen und Vögeln schützen. Jeder dürfe ernten und solle auch wieder etwas nachpflanzen, so dass alle etwas erhalten. Auch dürfe der Wagen verziert werden, zum Beispiel mit bunten Bändern, Windrädern, Sonnenschutz oder Vogelscheuchen. Wichtig sei, das die Kinder sich untereinander absprechen und selbständig einteilen, wer den Garten wie lange in Obhut hat. 

Die Gruppen wurden so ausgewählt, dass die Wägen von einer Familie zur nächsten im Rahmen eines Spaziergangs geschoben werden können. Dazu müsse aber unbedingt eine erwachsene Person mit dabei sein. „Somit bleiben die Kinder in Kontakt zueinander und auch mit mir, ihre Fantasie wird angeregt, sie eignen sich Wissen über die Pflanzen an. Eltern, Großeltern, Nachbarn und Fachleute geben Rat. Die Kinder übernehmen Verantwortung, lernen die Ernte zu schätzen, und auch ihre Sozialkompetenz wird gefördert“, betont Döllel die Vorteile dieser Aktion. Dazu gehöre auch das Absprechen, wer den Garten in Obhut nimmt, das Ernten, das alle etwas erhalten, teilen, nachpflanzen, und vor allem auch der Spaß und die Freude an der kreativen Arbeit im Naschgärtchen. Gerne dürfen die eigenen Ideen und Erfolge auch fotografisch oder in einem Tagebuch dokumentiert werden. Und bei Rückfragen steht die Chefin des Gartenbauvereins den kleinen Nachwuchsgärtnern gerne zu Verfügung.  - and

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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