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Faszination Eis – Spaß und Gefahr – Tipps der Rettungsdienste Dorfen und Taufkirchen

Die Feuerwehr und die DLRG Taufkirchen übten eine Eisrettung und warnen vor dem Betreten von Eisflächen.
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Die Feuerwehr und die DLRG Taufkirchen übten eine Eisrettung und warnen vor dem Betreten von Eisflächen.

Gefahren an winterlichen Gewässern

Dorfen/Taufkirchen – Winterliche Gewässer und geschlossene Eisflächen ziehen viele Menschen magisch an. Doch bitte mit Bedacht: bei all der Schönheit drohen auch Gefahren. Vorsicht ist die beste Medizin.

Am Donnerstag, 28. Januar, von 20 Uhr bis circa 21.30 Uhr, bietet die Wasserwacht Dorfen ein Online-Training zum Thema Unterkühlung an. Interessierte sind eingeladen, kostenfrei teilzunehmen. Die Zugangsdaten können per E-Mail unter ausbildung@wasserwacht-dorfen.de angefordert werden.

Tipps für den Ausflug ans Wasser

Niemals alleine unterwegs sein. Die App „MeinDRK“ bietet die Möglichkeit die GPS-Koordinaten anzuzeigen, um den Standort abseits von Straßen zu bestimmen. Die Kenntnis des Standorts ist bei einem Notruf (112) erforderlich. Angemessen warme Kleidung ist eine Grundvoraussetzung. Warme Getränke, wie Tee in Thermosflaschen sorgen für die nötige Flüssigkeitszufuhr. Zur Sicherheit empfiehlt es sich, am Wasser Wechselkleidung oder warme Decken mitzuführen, um sich umziehen zu können, falls jemand unbeabsichtigt nass wird.

Immer dabei sein sollte eine Rettungsdecke, etwa aus dem Kfz-Verbandkasten. Die Rettungsdecke gehört nicht auf die nackte Haut, mindestens eine Schicht Kleidung muss zwischen Haut und Rettungsdecke sein, damit sich ein warmes Luftpolster bilden kann. Warnhinweisen und Beschilderungen sollte unbedingt Folge geleistet werden. Das ungesicherte Betreten von Eisflächen ist lebensgefährlich. Eis ist rutschig und hart, ein Helm schützt vor Kopfverletzungen, gegebenenfalls Eispicker anlegen. Vor dem Betreten der Eisfläche prüfen, ob lange Bretter (drei Meter oder länger), Leitern, Äste, Abschleppseil oder ähnliche Gegenstände vorhanden sind, die zu Not zur Rettung Eingebrochener genutzt werden können.

Eis ist nicht gleich Eis. Für die Tragfähigkeit von Eis ist die durchsichtige „Kerneisschicht“ relevant. Im Allgemeinen gelten folgende Kerneisdicken als ausreichend: Zehn Zentimeter für mehrere Menschen mit ausreichendem Abstand zueinander und 15 Zentimeter für mehrere Menschen in Gruppen zusammenstehend.

Die (Kern-)Eisdicke ist nicht an allen Stellen gleich. Dies gilt sowohl für stehende, fließende und besonders für natürliche Gewässer. Wenn die Kerneisdicke nicht zweifelsfrei bestimmt werden kann, sollte unbedingt darauf verzichtet werden, die Eisfläche zu betreten.

Tipps für den Ernstfall

Ruhe bewahren, laut um Hilfe rufen. Unter allen Umständen vermeiden unter das Eis zu geraten, ansonsten so wenig wie möglich bewegen, um die Körpertemperatur zu erhalten. Als Helfer sofort den Notruf 112 absetzen. Die eingebrochene Person beruhigen und sie nur unter Zuhilfenahme von Hilfsmitteln, wie oben beschrieben, absichern. Wer einen Rettungsversuch unternimmt, sollte unbedingt von einem weiteren Helfer mit einem Seil gesichert sein. Auf den Eigenschutz achten. Den Verunglückten an Land in die stabile Seitenlage bringen und vor Kälte schützen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes.

Weitere Infos stellen die Wasserwacht Dorfen und die DLRG Taufkirchen gerne zur Verfügung. - BRK-Wasserwacht Dorfen

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