Vorgaben zum Schutz der Bienenkulturen

Faulbrut bei Honigbiene im Landkreis Erding 

Maik Ortscheid (li.) und Andreas Schierling begutachten Bienenwaben
+
Maik Ortscheid (li.) und Andreas Schierling begutachten Bienenwaben

Zur Vorbeugung Honiggläser nur gut gespült ins Altglas geben

Die amerikanische Faulbrut ist eine über Bakterien übertragene, hochinfektiöse Bienenkrankheit. Während in den umliegenden Landkreisen in den letzten Jahren immer wieder ein Befall gemeldet wurde, war der Landkreis Erding davon verschont geblieben. Nun gab es auch den ersten Fall im Landkreis Erding, bei einem Bienenstand in der Nähe von Wartenberg.

Bei einer Routineuntersuchung der Völker wurde festgestellt, dass ein Teil des Standes betroffen war. Der Befall von zwei Völkern war so stark, dass eine Sanierung über ein Kunstschwarmverfahren notwendig war. Im Auftrag des Veterinäramtes erfolgte die Sanierung durch die Bienensachverständigen des Imkerkreisverbandes. Um eine Infektion in einem frühen Stadium zu erkennen, empfahl Bienensachverständiger Dr. Andreas Schierling, das kostenlose Untersuchungsangebot des Bienengesundheitsdienstes Bayern, in Poing (www.tgd-bayern.de) zu nutzen. „Durch eine frühzeitige Erkennung der Infektion, ist diese deutlich leichter und bienenschonender in Griff zu bekommen“, sagt Schierling. „In Abstimmung mit dem Veterinäramt werden immer nur die nötigen Maßnahmen getroffen, die zwingend erforderlich seien.“ Das Abtöten ganzer Stände gehöre zum Glück der Vergangenheit an und werde nur als letzte Möglichkeit angesehen.

Leere Honiggläser nur gespült ins Altglas

Die Infektion erfolgt häufig über belasteten Importhonig, der Faulbrutsporen enthalten kann. Für den Menschen sind diese Sporen unbedenklich, für Bienen können sie jedoch tödlich enden. Daher bittet der Imkerkreisverband, leere Honiggläser nur gespült ins Altglas zu geben. Die Honiggläser, die von lokalen Imkern gekauft wurden, werden von diesen auch wieder zurückgenommen.

Nach einer gründlichen Reinigung werden die Honiggläser wieder neu befüllt und wiederverwendet. Eine weitere Quelle von Faulbrutsporen sei der Völkerkauf. Hier bittet der Kreisvorsitzende Maik Ortscheid nur Völker mit einem aktuellen Gesundheitszeugnis zu kaufen. - Herbert Schwarzer

Auch interessant:

Meistgelesen

Markus Gerbl aus Velden gehört zu Bayerns besten Azubis
Markus Gerbl aus Velden gehört zu Bayerns besten Azubis
20 Jahre Förderverein Mittelschule Taufkirchen
20 Jahre Förderverein Mittelschule Taufkirchen
Was ist eigentlich Flirten und wie geht es richtig?
Was ist eigentlich Flirten und wie geht es richtig?

Kommentare