1. meine-anzeigenzeitung
  2. Lokales
  3. Dorfen

Faust in Dorfen 

Erstellt:

Kommentare

Casting Faust Dorfen
Die Intendanten Ernst Bartmann und Andreas Wiedermann und Projektleiterin Susanne Holzner - und Martha Baumgartner, die für eine Rolle vorsprach. © hes

Nächstes Jahr soll ein Faust für Jedermann in Dorfen aufgeführt werden – auch mit Laienschauspielern aus Dorfen. Jetzt wurde gecastet

Dorfen – Was für ein Theater: Im Jubiläumssommer kommt das Freilichtspektakel „Faust in Dorfen“ auf die Bühne, mitten im pittoresken Stadtkern. Das wird eine opulente Aufführung, ein „Goethesches Panoptikum“, sagte Regisseur Andreas Wiedermann. Denn neben professionellen Schauspielern werden auch viele hiesige Akteure mitwirken. Am Samstag kamen rund 60 Komparsen und Kleindarsteller zum Vorsprechen in die Dorfener Mittelschule.

Das Team um Ernst Bartmann und Andreas Wiedermann, bekannt beim Dorfener Publikum durch zahlreiche Aufführungen von Operetten und Musicals im Jakobmayer, will im kommenden Jubiläumsjahr ein großes Welttheater auf die Beine stellen - den „Faust“ für Jedermann, der für ein breites Publikum konzipiert ist.

„Tragödie und Komödie mit Witz und Aberwitz, ein Mummenschanz mit Tanz und Musiktheater“, schwärmt Wiedermann voller Begeisterung. „Einmal vom Himmel bis zur Hölle und wieder zurück“, zitierte er aus dem „Faust“. Die vielen Kandidaten aus Dorfen saßen in lockerer Rund, manche haben Lampenfieber, andere rezitierten nochmals leise den vorgegebenen Casting-Text aus Faust I, eine kurze Szene aus dem Osterspaziergang.

„Großartig, dass in Dorfen so etwas auf die Beine gestellt wird“, da sind sich Elisabeth und Joachim Dreißig einig. Zu anspruchsvoll sei Faust keineswegs, meinte der ehemalige Lehrer am Dorfener Gymnasium: „Und endlich mal kein Bierkrieg.“

„Eine Stadt wie Dorfen kann sich durchaus zum 1250. Gründungsjubiläum der Stadt ein großes Spektakel wie den „Faust“ leisten“, so Bürgermeister Heinz Grundner. Das Freiluft-Theater soll schließlich das Programm-Highlight des Jubiläumssommers 2023 werden. Die Gesamtproduktionskosten werden auf 269 000 Euro geschätzt, die Ausgaben der acht bis zehn Aufführungen sollen mit Eintritten, Sponsoring und Fördergeldern gedeckt werden. Auf den Zuschauertribünen in der Innenstadt finden 900 Menschen Platz.

Auf das Publikum warten indes nicht nur hochgeistige Dialoge, sondern auch so manche „derbe Szene“, meinte Bartmann, etwa das Trinkgelage in „Auerbachs Keller“, das er mit viel Musik inszenieren will.

„Faust in Dorfen“, was genau heißt das“, will Martha Baumgartner wissen. Sie habe schon bei Aufführungen des „Dorfener Bierkrieges“ mitgespielt, freue sich jetzt auf eine Sprechrolle aber vor allem auf die Action, die der Klassiker von Goethe in die Stadt bringe. „Gibt es da eine Adaption zur Dorfen?“, fragte die Vermessungsingenieurin den Regisseur. Die Innenstadt biete sich als Kulisse an, viele Akteure aus der Isenstadt stehen auf und hinter der Bühne, so Wiedermann. „Ansonsten halten wir uns da schon an Goethes Textvorgaben.“ hes

Auch interessant

Kommentare