Bierprobe für das Volksfest

„A Festbier braucht a a Gwoid“

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Für einige, sprich die neuen Gemeinderäte, war es die erste Bierprobe in Taufkirchen

Die Einstimmung zum Taufkirchener Volksfest verlief wieder bestens. Bei der Bierprobe wurde nicht nur das Festbier gekostet, sondern auch die neuen Volksfestreferent, das Programm und einige Neuerungen der Wiesen vorgestellt.

Taufkirchen – Richtig zünftig ging es wieder bei der Bierprobe zum Taufkirchener Volksfest zu. In der Bovèda trafen sich jede Menge Honorationen, um auf Einladung der Brauerei das Festbier bei Blasmusik der Holzlandblaskapelle zu kosten. Nur einer fehlte: Bürgermeister Franz Hofstetter, der noch im Krankenhaus liegt, sich aber über seine Frau Gabi für die vielen Genesungswünsche bedankte.Als sein Stellvertreter war 2. Bürgermeister Christoph Puschmann anwesend. „Wir halten alles zusammen, schaffen und koordinieren es, um den Franz zu entlasten, damit er zur Ruhe kommt“, betonte er. Das Festbier sei wieder hervorangend gelungen, schmecke in halben Zügen ebenso wie in Ganzen. Er wünsche dem Volksfest einen unfallfreien Verlauf. Den obligatorischen Schweinsbraten hatte Festwirt Helmut Jell wieder gebruzzelt. Ihren ersten offiziellen Auftritt als Volksfestreferenten hatten Stefan Haberl und Thomas Unterreitmeier, denen ihre Vorgänger Richard Obermaier und Heinz Götzberger noch zur Seite standen. Noch seien sie Referendare, warf Festwirt Franz Jell ein. Den Titel Referenten müssten sie sich erst erarbeiten. Durch den Abend führte gewohnt souverän Braumeister Thomas Drechsel, der den Anwesenden eine kleine Bierkunde angedeihen ließ. „A Festbier braucht a a Gwoid“, sagte er. Wichtig sei, dass der Schaum gut stehe. Schließlich „muss das Bier schon vom Ausschauen her zum Trinken anregen.“ Auch die Farbe sei ein wichtiges Qualitätskriterium. Der Taufkirchener Süd sei durch ein Spezialmalz, dessen Geheimnis er nicht frei gebe, bernsteinfarben. Und auch der Geruch müsse angenehm und homogen sein. „Wenn man absetzt, muss es sich in Wohlgefallen auflösen: Ja, ich wui no oane.“ Und letztlich müsse die Mitte zwischen der Malzsüße und der Hofpenbittere gut erwischt sein. „Grundlage für ein gutes Volksfest ist ein gutes Bier“, schloss er seine Einweisung. Daneben würde noch weitere Faktoren eine Rolle spielen.In Taufkirchen seien die Festwirte, Franz, Helmut und Manuela Jell, das Aushängeschild. Sie würden das Gute belassen und für Veränderungen sorgen. Volksfest-Sachberabeterin Christine Aulechner und Franz Jell stellten das Programm 2014 kurz vor. So werden es heuer einen zusätzlichen Volksfesttag geben. Am Mittwoch, 9. Juli, spielt La Brass Banda als Opener mit dem Keller Steff als Vorband. Das Konzert sei bereits annähernd ausverkauft, so Jell.Weißbierhüttn-Wirt Stane Kronseder und Helmut Sperr, als Vertreter des Weinstadls, verrieten auch, was sie zum Volksfest beisteuern wollen. Volksfestreferent Haberl dankte für die Ehre, dieses Amt ausführen zu dürfen. „Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen.“ Er wolle die Tradition weiterführen, auch wenn die Fußstapfen, die seine Vorgänger hinterlassen hätten, groß seien.In den 16 Jahren seiner musikalischen Laufbahn habe er schon unterschiedliche Biere trinken dürfen. „Aber das Taufkirchener ist das Beste, das es gibt.“ Zum Abschied zeigte sich auch nochmal Matthias Dose, der ärztliche Direktor der Klinik, von seiner besten, „bierigen“ Seite und amüsierte sein Publikum hervorragend mit seinen Jugenderinnerungen, die er in einem Schloss mit Brauerei verlebte und sich deshalb als richtiger Bierkenner outete. til

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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