Verdiente Auszeichnung

Franz Hofstetter  zum Altbürgermeister von Taufkirchen ernannt

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Bürgermeister Stefan Haberl, Landrat Martin Bayerstorfer und Gabi Hofstetter (v.l.) mit Alt-Bürgermeister Franz Hofstetter beim Eintrag ins Goldene Buch.

Taufkirchen – Diese Würdigung hat sich Franz Hofstetter mehr als verdient: durch seinen Nachfolger Stefan Haberl wurde er zum Altbürgermeister von Taufkirchen ernannt. Eine Ehre, die dem 65-Jährigen, mittlerweile stellvertretenden Landrat von Erding sehr wichtig war und die er gerne nach außen trägt. Nur der feierliche Rahmen wurde seinen Verdiensten nicht wirklich gerecht. Im kleinen Kreise mit Familie, ehemaligen und aktuellen Gemeinderäten sowie Mitarbeitern und Weggenossen wurde im Bürgersaal die Auszeichnung verliehen. Außerdem durfte Hofstetter sich als Erster in das neue Goldene Buch der Gemeinde eintragen. 

Haberl würdigte ihn in seiner Laudatio nach einer kurzen Zeitreise ins Jahr 1996, als Hofstetter sein Amt antrat, als „Baumeister und Visionär“ und nannte die wichtigsten Meilensteine, die er gesetzt hatte. Im Ortszentrum habe er ein neues Rathaus-Areal mit Grünanlagen und Parkplätzen mit viel Fingerspitzengefühl umgesetzt, das Wasserschloss wieder in kommunale Hand zurückgeführt oder das Kinder- und Jugendhaus 2006 als ein Vorzeigeprojekt eingerichtet, dem viele nachfolgten. Schulsozialarbeit, Vilstalradweg und Ärztehaus seien ihm weitere große Anliegen gewesen, die er realisiert habe. Nur der Spatenstich für die Umfahrung der B388 sei nicht mehr in seine Amtszeit gefallen, dafür hatte er jahrzehntelang gekämpft. Als Hofstetter vor 24 Jahren das Bürgermeisteramt übernahm, hatte Taufkirchen noch 8.200 Einwohner, gab es noch keine EDV im Rathaus und kein Rauchverbot in den Gemeinderatsitzungen, die Bauhofmitarbeiter wurden noch über Funk angerufen. Aus Taufkirchen habe er nicht nur einen größeren und schöneren, sondern auch einen familienfreundlichen Ort und eine pulsierende Gemeinde gemacht, lobte Haberl. Mit seiner Begeisterung und seinem unermüdlichem Engagement habe er die Leute angesteckt und gemeinsam mit ihnen als Vorsitzender vieler Gremien und Arbeitskreise die Lebensqualität für alle Menschen, ohne und mit Migrationshintergrund und Handicap verbessert. 

Auch den Wirtschafts- und Klinikstandort Taufkirchen habe er gestärkt und ausgebaut, über 800 Arbeitsplätze wurden in seiner Amtszeit geschaffen. „Es macht auch uns stolz, dass wir einen Altbürgermeister haben, der jung und vital ist und immer noch Visionen hat und Ideen voranbringt.“ Auch Landrat Martin Bayerstorfer würdigte seinen Freund und neuen Stellvertreter. „Für mich war es etwas Besonderes, was du mit viel Elan und Begeisterung alles angestossen hast.“ Seine vorbildhafte Bürgerbeteilung zeige, dass es eine Bereicherung, keine Bedrohung darstelle, wenn viele die Zukunft gestalten. Als vor Kraft strotzender Bürgermeister habe er sogar die Nachbarn mitgerissen, aufgefordert auch anzuschieben. Nun werde er die Geschicke auf Landkreisebene mitlenken und „unsere Interessen auf Bezirksebene vertreten“. Hofstetter dankte kurz allen Wegbegleitern. „Nun sind die Fronten geklärt. Ich bin nicht der ehemalige, der frühere, sondern der Altbürgermeister“, freute er sich.   - til

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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