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„Fridays for Future“ in Moosen

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Von: Birgit Lang

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Kinder stehen auf einer Treppe halten in der Mitte einen Banner und ein paar Erwachsene beobachten sie von der Seite
Bürgermeister Stefan Haberl (re.) befragte die Moosener Grundschüler mit Schulleiterin Claudia Nieberle, den Lehrern Verena Kainz (vorne 1.und 2.v.l.), Dominik Wiese (hinten 1.v.l.) sowie Angelika Kärtner (2. v.r.) zu ihrem Umweltprojekt und zeigte sich begeistert. © Birgit Lang

Die Grundschüler wurden mit ihrem Umweltprojekt zur internationalen Nachhaltigkeitsschule mit zwei Sternen ausgezeichnet 

Moosen – „Wenn die weiterführenden Schulen freitags immer demonstrieren gehen, was könnten wir in der Grundschule Sinnvolles für den Umweltschutz machen“, dachten sich die Schüler und entwickelten ein besonderes Projekt „Fridays vor Future“ in Moosen.

Für dieses Engagement unter dem Leitbild der nachhaltigen Entwicklung wurde die Schulfamilie im November 2021 zur „Umweltschule in Europa - Internationale Nachhaltigkeitsschule“ mit zwei Sternen durch die Deutsche Gesellschaft für Umwelterziehung (DGU) ausgezeichnet. Stolz stellte die Schulfamilie ihr Projekt und den dafür erhaltenen Banner jetzt Taufkirchens Bürgermeister Stefan Haberl vor.

„Ein Jahr lang befassten sich die Kinder wöchentlich mit Fragen zum Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz und realisierten verschiedene Einzelprojekte“, erklärte Lehrerin Verena Kainz. Was Handlungsorientiertes sollte es sein, wo die Kinder aktiv mitarbeiten können und dies konstant über einen längeren Zeitraum. Federführend bereitete sie jede Woche dafür etwas vor. Die Schüler ihrer ehemaligen Klasse 3 a besuchten als „Umweltdetektive“ die anderen Klassen 1 bis 4 und stellten ihnen ein Umweltziel vor, zum Beispiel „Baue eine Igelburg“, „Versuche eine Woche kein Fleisch zu essen“ oder „Erforsche die Vils und mache ein Foto“. Eine Woche hatten sie Zeit, es umzusetzen. Wurde das Ziel erreicht, bekamen die Kinder einen Stempel in ihren „Umweltpass“, dann stellten die Umweltdetektive das neue Ziel vor. Für einen vollen Umweltpass gab es eine Tüte bienenfreundliches Saatgut.

Auch für die ganze Schulfamilie habe es Umweltziele gegeben, so Kainz, etwa: „Wir sammeln eine Woche den gesamten Plastikmüll unserer Schule.“

Jeden Freitag seien interessante Gespräche und Diskussionen entstanden, freut sich die Lehrerin. Auch im Homeschooling habe man das Projekt weiterverfolgt und die Ziele durch eine digitale Pinwand der Schulfamilie zur Verfügung gestellt.

Die Schüler ein Jahr lang zu motivieren, sich mit unterschiedlichen Schwerpunkten des Umweltschutzes auseinanderzusetzen, sei vor allem durch kindgerechte Mitmachaktionen und das Miteinbeziehen aller Beteiligten der Schulfamilie, auch der Eltern gelungen, so die Pädagogin. Sie freut sich, dass es nun mit Monatsprojekten weitergebe, die in den Klassen einzeln umgesetzt würden.

Bürgermeister Stefan Haberl gratulierte zur Auszeichnung und fragte die Kinder, was ihnen besonders Spaß gemacht habe. „Ein Vogelhäuschen und eine Vogeltränke bauen“, antwortete Jakob. „Wie man Samenbombe für die Wiese macht“, warf Aaron ein. „Ich habe mit meinen Freunden Leon, Emma und Maxi aus der dritten Klasse auf dem Spielplatz Müll gesammelt“, erzählte Oscar. Und Veronika verriet, man sollte „immer das Licht ausmachen, wenn Pause ist oder wenn man zum Sport geht, um Strom zu sparen. Und daheim soll man nicht so viel Fernsehgucken und die Mama nicht zu viel mit dem Handy spielen.“ til

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