Artenschutz in der Region

Für die Gelbbauchunke werden jetzt auch im Raum Isen kleine Feuchtbiotope angelegt

Die Gelbbauchunke
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Die Gelbbauchunke

Der Bestand der Amphibien soll erhalten bleiben

Isen – Zum Schutz der europaweit stark gefährdeten Gelbbauchunke wurde im Schulterschluss zwischen dem Forstbetrieb Wasserburg am Inn der Bayerischen Staatsforsten und dem Bund Naturschutz eine Biotopverbesserungsmaßnahme zum Erhalt dieser streng geschützten Art durchgeführt. Im regionalen Hauptverbreitungsgebiet der Gelbbauchunke wurden mehrere lebensnotwendige Tümpel errichtet, um die Laichbedingungen der Unken zu verbessern. Die Akteure erhoffen sich mit dem Projekt „Allen Unkenrufen zum Trotz“ die Lebensräume der Gelbbauchunke aufzuwerten und somit deren Erhalt der Art zu sichern.

Nur mit geschultem Blick sind die etwa drei bis fünf Zentimeter langen und gut getarnten Gelbbauchunken zu erkennen. „Lediglich ihr auffallend schwarz-gelb-gemusterter Bauch, welcher hin und wieder in kleinen, wassergefüllten Tümpeln aufblitzt, verrät ihre Anwesenheit.“ Mit diesen Worten beschreibt der zuständige Förster des Reviers Isen, Sebastian Kornherr, die hier noch verbreitete Gelbbauchunke, während er mit dem Spaten ein Loch aushebt, in dem die Amphibien künftig laichen sollen. Knapp zehn Personen aus den Reihen der Bayerischen Staatsforsten und des Bunds Naturschutz haben unter strengen Corona-Schutzauflagen mehrere Wassertümpel für die Unken in Handarbeit ausgehoben.

Initiiert hat das Ganze der Bund Naturschutz, welcher sich mit dem Projekt „Allen Unkenrufen zum Trotz“ dem Erhalt der Gelbbauchunke verschrieben hat. Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms „Biologische Vielfalt“ vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) und durch den Bayerischen Naturschutzfond unterstützt. „In Deutschland lebt rund ein Drittel der stark vom Aussterben bedrohten Gesamtpopulation Europas. Daher ist es unser Ziel, die Gelbbauchunke mit lebensraumverbessernden Maßnahmen, wie es hier in Isen passiert, zu erhalten“, so Sascha Alexander vom Bund Naturschutz.

Durch die Anlage von Feuchtbiotopen werden Lebensräume verbessert und die Ökologie im Wald aufgewertet. „Wir sind sehr dankbar über die tatkräftige Unterstützung des Bunds Naturschutz und freuen uns, für die Gelbbauchunke neue Lebensräume geschaffen zu haben“ resümiert Sebastian Kornherr abschließend voller Freude.

Sebastian Kornherr/Revierleiter Isen

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