Signifikante Verbesserung

Gesundheitszentrum und MVZ in Buchbach feierlich eröffnet

Gespannt verfolgen die Gäste die Ansprache der Bauherrin Franziska Bauer, (v.l.) Thomas Einwang, Stefan Hillinger, Karl-Heinz und Robert Kammerer, Max Heimerl, Marcel Huber, Franz Bauer jun. und Salih Akyildiz.
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Gespannt verfolgen die Gäste die Ansprache der Bauherrin Franziska Bauer, (v.l.) Thomas Einwang, Stefan Hillinger, Karl-Heinz und Robert Kammerer, Max Heimerl, Marcel Huber, Franz Bauer jun. und Salih Akyildiz.

Hier hat Demokratie an der Basis funktioniert

Buchbach – Mit dem Gesundheitszentrum und dem MVZ Buchbach wurde im Ortskern ein Herzstück gesichert, nun feierlich gesegnet und eröffnet. Dass Demokratie an der Basis funktioniert, zeigt sich an der Sicherung der medizinischen Versorgung in Buchbach. Die Bürgerbefragung der Gemeinde und die von der Nachbarschaftshilfe und einigen Gemeinderäten initiierte Unterschriftenaktion für den Erhalt der medizinischen Versorgung im Ort und gegen die Verlagerung nach Schwindegg beweist, dass auch auf unterster politischer Ebene die Bürger Ziele erreichen können.

Geschäftsführer Dr. Francisco X. Moreanoe stellte den vielen Gästen die Gesellschafter der AmbMED MVZ GmbH vor, allesamt niedergelassene Ärzte, die auch im MVZ Dorfen verankert seien. Es handele sich um ein von Ärzten geleitetes MVZ, um die ambulante Versorgung sicherzustellen, sagte er und schilderte die Hintergründe für die Gründung der Einrichtung. Er verwies, auf die unbeirrbare Vision von Franziska Bauer, um dieses Ärztehaus zu realisieren. Dafür sprach er ihr und der Gemeinde seinen Dank aus.

Gesellschafter Dr. Jochen Türck thematisierte den Ärztemangel in der Region. Die Gemeinden müssten selber aktiv werden, um dieses Problem zu lösen. Der medizinische Nachwuchs wolle keine Einzelpraxis mehr, sondern in kooperativen Strukturen arbeiten. Dies sei durch die Vision von Bauer und ihrer „charmanten Hartnäckigkeit“ in Verbindung mit der Gemeinde sehr gut gelungen. Als angestellte Fachärzte seien Dr. Jeannette Joos und Uwe Bärbock mit ihrem Team.

Bauherrin Bauer erinnerte an die Entstehung, von den Diskussionen über das Planungs- und Genehmigungsverfahren mit dem Architekten und Projektleiter Karl-Heinz Kammerer sowie dem Landratsamt. Die Bauphase sei durch Corona belastet, die Verhandlungen mit der Gemeinde hinsichtlich der Vermietung der Räume für das MVZ nicht immer leicht gewesen. Allen, die sie unterstützt hatten, dankte sie und freute sich, dass die Praxis für Physiotherapie Stefan Hillinger „G‘sund“ sich schon früh entschied, in dieses Gebäude umzuziehen.

Den Ärzten wünschte sie Freude bei der Arbeit, dem MVZ genügend Fachpersonal und Ärzte. Viele Bürger würden sich schon auf Behandlungen vor Ort und eine verständnisvolle, umfangreiche ärztliche Betreuung freuen, sagte sie. Sie hoffe, dass die Praxisräume im Obergeschoss zeitnah belegt würden und fühle sich bestätigt, dieses Zentrum geschaffen zu haben.

Bürgermeister Thomas Einwang blickte auf den Ärztemangel, die Schließung der Praxis Schöngut und den Ruhestand von Dr. Guillery zurück. Damit sei ein Vakuum in der medizinischen Versorgung vor Ort entstanden. Die Öffnung der Einrichtung verbessere das medizinische Angebot für die Bürger in und um Buchbach signifikant. Ein umfassendes Leistungsspektrum moderner hausärztlicher und diabetologischer Versorgung werde geboten. Dieses werde vervollständigt durch die Arztpraxis von Dr. Wolf, die Praxis für Physiotherapie und der St. Jakobs-Apotheke. Die Wagnergasse biete als „gesundheitliches Zentrum“ mitten im Ort ein umfassendes Angebot im Gesundheitsbereich. Das Gesundheitszentrum sei ein „Leuchtturm und die Eröffnung ein Feiertag für Buchbach“, so Einwang. Er bedankte sich bei allen, die hierzu einen Beitrag geleistet hatten, vor allem Bauherrin Bauer, die viel Herzblut eingebracht und ihre Vision mit „ihrer Zielstrebigkeit und Ungeduld“ umgesetzt habe. Nun läge es an den Bürgern, Angebote und Leistungen zur langfristigen Sicherung und zum möglichem weiteren Ausbau des Gesundheitszentrums anzunehmen.

Die Probleme der ärztlichen Versorgung auf den Dörfern habe man schon lange erkannt, so MdL Marcel Huber. Die von ihm als Ex-Gesundheitsminister ausgelobten Gründungsprämien oder Stipendien führten nicht dazu, dass vermehrt junge Ärzte auf dem Land Dienst tun wollten. Deshalb müssten künftig Arbeitsbedingungen geschaffen werden, die für sie attraktiv seien. Dies könne nur in Form von MVZ und Gemeinschaftspraxen gelöst werden, was in Buchbach bestens gelungen sei.

Wohnortnahe ärztliche Versorgung habe einen sehr hohen Stellenwert, dies funktioniere nur, wo attraktive Voraussetzungen für junge Ärzte geschaffen werden, betonte Landrat Max Heimerl. Dass Buchbach mit dem Gesundheitszentrum einen Leuchtturm geschaffen habe, sei ein Beispiel für andere Regionen im Landkreis, dies nachzumachen. Für Musik sorgte Nina Plotzki mit ihren Begleitern. - fr

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