Vor drei Jahren entstand Idee zur Restauration

Gletschergarten in Haag eingeweiht

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Bürgermeisterin Sissi Schätz (vorne r.) freute sich über das neue Ausflugsziel.

aag – Der Klimawandel ist in aller Munde. Besonders am Rückgang der Gletscher sieht man die Veränderungen in den Alpen. Auch das Haager Gebiet war einst von einem Gletscher überzogen, dessen Spuren man noch in Form von Toteiskesseln oder großen Findlingen entdecken kann, erinnerte Bürgermeisterin Sissi Schätz bei der Einweihung des „neuen Gletschergartens“. Neben dem Toteiskesselweg ist nun der Haager Gletschergarten ein Ziel, das Besucher über die besondere Geologie in unserer Heimat informieren soll, denn er wurde im Jahr 1899 vom Verschönerungsverein als erstes Naturdenkmal der imposanten Zeitzeugen aus Stein im südbayrischen Raum mit der wackeligen Aufschrift, „Zeugen des Inngletschers –Wir Steine hier sind“ errichtet. Durch den Straßenbau der Reiterstraße wurde die Anlage in zwei Teile geteilt und die Steine teilweise mit Büschen überwuchert. So entstand vor drei Jahren die Idee, dem Gletschergarten im Eichenhain zu restaurieren. Die Inschriftentafel wurde aus ihrem überwucherten „Versteck“ auf der anderen Straßenseite geholt und gut sichtbar im Eichenhain platziert. Haags Bürgermeisterin Sissi Schätz wies darauf hin, dass der Gletschergarten vor 120 Jahren vom damaligen Bürgermeister Hans Schätz eingeweiht wurde, dem Urgroßvaters ihres Ehemannes. Es sei ein schönes Gefühl, dass die Idee von damals heute noch weiterlebe. Nun konnte der Verschönerungsverein zusammen mit dem Markt Haag die behutsame Neugestaltung des Gletschergartens feiern. Vorbild war das ursprüngliche Konzept, eine geschlossene Anlage mit einer entsprechenden Sammlung von verschiedenen Findlingen herzustellen. Neu ist eine Infotafel über die Herkunft dieser „Zeugen des Inngletschers“. Der Haager Geologe Johann Wierer leistete dazu die wissenschaftliche Arbeit und machte den Vorschlag für die Positionierung der Steine. Diese sind jeweils angeschliffen, so dass man die Strukturen der Steine und im Falle des Gosaukalks sogar versteinerte Muscheln erkennen kann. Annemarie Ott, die Vorsitzende des Verschönerungsvereins und Bürgermeisterin Sissi Schätz bedankten sich bei den tatkräftigen Helfern des Vereins, den Firmen Dimpflmeier und Ostermeier für die Überlassung und den Transport der Findlinge sowie den Haager Bauhofmitarbeitern für die Hilfe bei der Fertigstellung. Schließlich weihte Pfarrer Pawel Idkowiak im Rahmen einer Maiandacht den neuen Gletschergarten ein. aj

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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