Im Gespräch

Großes Interesse am 2. Gewerbedialog der Sparkasse Erding - Dorfen

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Sparkassen-Vorstandsmitglied Michael Utschneider, stellvertretender Vorstandsvorsitzender Ulrich Sengle, Dirk Uhland (Gewerbeverein Erding), Wolfgang Billmayer (Fremdenverkehrs- und Gewerbeverein Wartenberg), Sparkassen-Chef Joachim Sommer, Stefan Tremmel (Förderkreis Dorfen), Heiko Schmidt (Werbegemeinschaft Hallbergmoos) Wolfgang Kraus (Ardeo Erding), Georg Strohmaier (Gewerbeverein Holzland), Christa Scholz (Gewerbeverein Taufkirchen), Landrat Martin Bayerstorfer, Margit Aschenbrenner (Tourismusregion Erding), Gertrud Eichinger (BDS Ortsverein Finsing), Alexandra Schuhbauer (Sparkasse Leiterin Privat- und Geschäftskunden) und Bürgermeister Heinz Grundner (v.l.)

Dorfen – Rund 40 Vorstandsmitglieder von neun Gewerbevereinen aus dem gesamten Landkreis Erding und aus Hallbergmoos, Landkreis Freising, nahmen am zweiten Gewerbedialog der Sparkasse Erding - Dorfen im Jakobmayer-Saal in Dorfen teil. Es war eine sehr interessante Veranstaltung mit kurzer Vorstellungsrunde, einem Vortrag von Produktmanager Philipp Schleef aus Pfaffenhofen (Bericht folgt) und einer kritischen Diskussionsrunde, die Hans Moritz, Redaktionsleiter des Erdinger/Dorfener Anzeiger souverän und humorvoll moderierte. Nach gut vier Stunden ging der Erfahrungsaustausch bei Häppchen und Getränke langsam zu Ende.

Die Idee des Gewerbedialogs hat Sparkassen-Vorstandsmitglied Michael Utschneider ins Leben gerufen. Mit dem Ziel, gemeinsam die Chancen und Herausforderungen für Unternehmer in der Region unter die Lupe zu nehmen und neue Perspektiven aufzuzeigen. Motto des Abends sei „Zusammen sind wir stark“, so Utschneider. Er forderte die Unternehmer auf, sich Zeit für den wirtschaftlichen Erfolg zu nehmen denn das sei auch für die Bürger, Städte und Gemeinde wichtig, „damit sie nicht zu Schlafstätten werden“. Dorfens Bürgermeister Heinz Grundner betonte, dass sich schon die Handwerker im Mittelalter zusammengeschlossen hätten, um sich den Entwicklungen der Zeit zu stellen. Zum Stichwort Digitalisierung meinte er, dass dies Risiken, aber auch Chancen böte. Um die florierende Innenstadt zu fördern, nutze man in Dorfen auch Förderprogramme. „Qualität und Service finden wir in der Innenstadt“, die auch entsprechende Aufenthaltsqualität bieten soll. Das könne man nur gemeinsam erreichen, im engen Kontakt und Dialog mit den anderen. Denn der Mittelstand sei das Rückgrat der Gesellschaft.

Die Vorsitzenden der Gewerbevereine berichteten über gelungene Aktivitäten, aber auch Probleme. Wolfgang Billmayer aus Wartenberg ärgerte sich, weil drei örtliche Geschäfte nicht am Marktgeschehen an verkaufsoffenen Sonntagen teilnehmen dürfen, weil sie außerhalb der Bannmeile lägen, während die großen Möbelmärkte ohne Markttradition mit ihrem gigantischen Werbeetats alle möglichen Marktveranstaltungen genehmigt kriegen. „Das Ladenschutzgesetz arbeitet uns auf“, meinte er und forderte weniger Bürokratie und mehr Freiheit. Mangelndes Interesse an den Erdinger Gewerbetagen stellte Dirk Uhland fest. Wolfgang Kraus betonte, wie wichtig es sei, die Vielfalt der Erdinger Innenstadthändler zu erhalten, damit es künftig nicht nur Filialisten gebe. Die Holzlandgewerbeschau, die alle drei Jahre im Heimatmuseum Thal stattfinde, „kommt gut an bei uns auf dem Land“, stellte wiederum Georg Strohmaier fest. Während die Gewerbeschauen in Dorfen und Taufkirchen schon von ein paar Jahren aufgegeben wurden. Von bestens angenommenen Aktionen, wie Entenrennen, Christkindlmarkt oder Hallbergscheck, berichtete Heiko Schmid aus Hallbergmoos. Er prophezeite jedoch, dass es den „Einzelhandel in jetziger Form in zehn Jahren nicht mehr geben wird“. Deshalb müssten sich alle engagieren, ihre Stärken wie Dienstleistungen und Qualität weiter anzubieten. Dorfens Gewerbereferent forderte alle Betriebe auf, den Schulterschluss mit der Kommunalpolitik zu suchen, wie es in der Isenstadt aktiv betrieben werde.  - til

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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