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Günstiger Komfort und Ökologie

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Über die bestandene Bewährungsprobe der Wärmespeicher freuten sich Ingenieur Alois Huber, Technischer Leiter Wilhelm Haunolder, Geschäftsführer Karl-Heinz Figl (alle Stadtwerke), Architekt Walther Trathnigg und Vizebürgermeister Günther Drobilitsch (v.l.). © cif

Dorfener Stadtwerk erweitern Energiesparte um zwei Wärmepuffer-speicher. Sie versorgen über 100 Privatabnehmer mit Nahwärme.

Dorfen – In die Betriebs- und Versorgungssicherheit der Energiesparte Nahwärme haben die Stadtwerke Dorfen rund 550.000 Euro investiert (Zuschuss 125.000 Euro). Etwa ein Sechstel der gesamten Wärmeenergie, die Dorfens Haushalte verbrauchen, liefert der lokale Energieversorger. Als neueste Innovation haben die Stadtwerke am Heizwerk in Rinning am nordwestlichen Stadtrand zwei neue riesige Wärmepufferspeicher in Betrieb genommen. Platz ist noch für zwei weitere Speicher. Nach einjähriger Planung und drei Monaten Bauzeit war die Anlage knapp vor Weihnachten fertig gestellt und hat jetzt in der Kältephase die Bewährungsprobe bestens bestanden, berichtete Stadtwerke Geschäftsführer Karl-Heinz Figl bei der offiziellen Inbetriebnahme vor vielen Ehrengästen. Bisher waren in der kalten Jahreszeit oft extreme Schwankungen bei der Wärmeabnahme ein Problem. Diese Energie musste das Heizwerk stetig vorhalten. Die „zwei großen Thermoskannen“ speichern rund 50.000 Kilowattstunden Wärme, wofür man mehrere hundert Liter Heizöl verfeuern müsste, sagte Figl. Bedeutend sei, dass mit dem Pufferspeicher „eine Entkoppelung zwischen Wärmeerzeugung und Verbrauch“ geschaffen wurde. Damit kann jetzt die Heizanlage völlig unabhängig von der Wärmelast betrieben werden. Extreme thermische und mechanische Spitzenbelastungen der Heizkessel gebe es nicht mehr. Die Stadtwerke überzeugen immer wieder mit ihrer Innovationskraft, betonte Vizebürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Günther Drobilitsch. Die Pufferspeicher hätten das „wieder eindrucksvoll“ bewiesen. Die Sparte „Wärme“ betreibe der Energieversorger seit 2007. Inzwischen führen rund zehn Kilometer Wärmeleitungen zu den Verbrauchern im Stadtgebiet. Das waren anfangs große Wärmeabnehmer, heute dominierten die weit über 100 privaten Wärmeabnehmer. Nahwärme sei die zweithäufigste Heizenergie nach Erdgas in Dorfen. Die Erzeugung erfolge mit mindestens 50 Prozent Holz und einem Primärenergiefaktor von mindestens 0,3. Öl und Gas haben 1,1. Damit habe man 2015 rund 1,2 Millionen Kilogramm schädliches Klimagas CO2 vermieden und hier das Klimaschutzziel 2050 der Regierung bei der Wärmeversorgung jetzt schon erreicht. „Komfort und Ökologie“ gebe es zu günstigen Preisen, weil die Kosten für Nahwärme zehn Prozent unter dem Bundesdurchschnitt liegen. Die zwei riesigen, 20 Meter hohen Wärmespeicher stehen auf einer ein Meter dicken Betonplatte, informierte der Technische Leiter der Stadtwerke, Wilhelm Haunolder. Die Statik und Standsicherheit sichern 25 zehn Meter tiefe und 90 Zentimeter dicke Betonpfähle unter dem Fundament. Die Anlage kann auf vier Speicher erweitert werden.

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