Musikalisches Brauchtum

Hoagascht des Kulturvereins Schwindegg begeistert im vollbesetzten Saal des Tegernbacher Hofes

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"De Andern und I“, dahinter die „Knopf-Soatn-Musi“ und die „Ornautaler Musikanten“.

Schwindegg – Bereits eine halbe Stunde vor dem eigentlichen Beginn waren die herbstlich dekorierten Tische im Saal besetzt, sodass noch einige dazugestellt werden mussten, um die 110 Gäste und Musikanten unterzubringen. Letztlich fand aber dann jeder seinen Platz und wartete nebst Brotzeit und Bier gespannt auf den Beginn des Hoagascht. 

Zur Eröffnung spielte die Tanzlmusik „De Andern und I“ einen zünftigen Marsch. Im Anschluss begrüßten die beiden Vorstände Karl-Michael Dürner und Erika Lentner alle Gäste sowie die Musikgruppen. Die da waren „De Andern und I“, de „Knopf-Soatn-Musi“, bestehend aus Ralf Vogl und seinen beiden Söhnen, die „Ornautaler Musikanten“ unter der Leitung von Gertraud Gaigl, sowie die „Griabisch Boarischn“, Norbert Hoferer und Alois Sonnleitner. 

Die Musikanten, die im Saal verteilt unter den Gästen saßen, hatten einen bunten Strauß an verschiedensten Musikstücken mitgebracht. Ob eine schmissige Polka der Andern und I, ein Landler von der Knopf-Soatn-Musi, ein eher ruhiges Stück „Stubnmusi“ von den Ornautaler Musikanten, oder ein bekanntes bayrisches Volkslied von den Griabisch Boarischn, bei dem die Gäste zum Mitsingen eingeladen waren, alles sorgte für eine heitere Stimmung und beste Unterhaltung. 

Dazwischen sorgte Erika Lentner mit so mancher Anekdote und Geschichte aus dem alltäglichen Leben ebenfalls für die gute Stimmung. Ebenso Matthias Ernst, Musiker der „Andern und I“ und ein begnadeter Theaterspieler, der mit diversen Witzen und Gedichten das Publikum begeisterte. Dies rief auch Bürgermeister Dr. Karl Dürner auf den Plan, der es sich natürlich nicht nehmen ließ ebenfalls mit Witzen und Sprüchen den Saal aufzumischen. Zu diesem heiteren Gemisch aus Musik und Gaudi trug auch Kulturvereinsvorstand Karl-Michael Dürner seinen Teil bei. Begleitet von Ralf Vogl auf der „Ziach“ sang er das „Straubinger Zuchthauslied“, das bei vielen Gästen Erinnerungen an die „Guade Oide Zeit“ erweckte und sie zum Mitsingen veranlasste. Später präsentierte er noch das „Lied von der Wampm“, mit dem er die Lacher auf seiner Seite hatte. Zum Abschluss dieses fast dreistündigen Abends spielten „De Andern und I“ einen Musikwunsch, den „Böhmischen Traum“ von Ernst Mosch. Freilich blieben viele Gäste auf die ein oder andere Unterhaltung noch lange sitzen und die Musikanten taten sich zusammen und musizierten und sangen noch bis tief in die Nacht hinein. Ein wunderschöner, unvergesslicher Abend, auf den wir uns im nächsten Jahr schon wieder freuen.   - K-M Dürner

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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