Hilfe und Unterstützung

Home-Schooling-Patin im Taufkirchener Mehrgenerationenhaus

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Petya M. beim Home-Schooling vor ihrem PC

Taufkirchen – Die Erdingerin Petya M. begleitet ehrenamtlich seit sechs Wochen einen Viertklässler und eine Schülerin einer 7. Klasse bei deren Schularbeiten. Die 25-Jährige ist Flugbegleiterin und derzeit in Kurzarbeit. Sie hat sich bei der Caritas in Erding gemeldet und über das Mehrgenerationenhaus kam der Kontakt zu den beiden jungen Menschen und ihren Familien zustande. Wir haben die gebürtige Bulgarin zu ihrem Engagement befragt.

Wie kamen Sie auf die Idee, sich zu engagieren? 

In meinem Leben haben meine Familie und ich in drei verschiedenen Ländern gewohnt. Ich weiß, wie schwer es ist sich zu adaptieren auf eine neue Kultur, Sprache und Umgebung. Wir waren sehr dankbar, wenn jemand uns mit den kleinsten Sachen geholfen hat. Deswegen habe ich mir gedacht: was kann ich jetzt tun, um jemandem zu helfen, der es viel mehr als ich braucht. Ich spreche viele Sprachen und habe Kunst studiert, deswegen habe ich gehofft, dass ich mit meinen künstlerischen Fähigkeiten und Sprachen jemanden helfen kann. Außerdem arbeite ich als Flugbegleiterin. Mir macht es Spaß, mit anderen Kulturen und Menschen in Kontakt zu kommen. 

Wie schaut diese Begleitung konkret aus? 

Wir machen alles über Skype. Wir haben einen festen Termin jeden Tag und machen zusammen Hausaufgaben oder sogar etwas neues in Mathe, Englisch oder auch in Geschichte. Ich lasse meistens die Kinder selbständig arbeiten und helfe, wo sie wirklich Hilfe benötigen. Am Ende der Stunde gebe ich auch kleine Hausaufgaben, wie zum Beispiel zusätzliche Rechnungen machen oder Vokabeln lernen. Mit dem Viertklässler machen wir sogar „Challenges“: Wenn er alle Übungen richtig hat, kann er sich bis zu drei Tage ohne Hausaufgaben „verdienen“. Er freut sich sehr darüber und feiert jede richtige Aufgabe.

Wie hat sich der Kontakt zu den Kindern entwickelt?

Ich stelle mir das nicht ganz leicht vor, über Telefon und Skype eine vertrauensvolle Bindung aufzubauen. Das stimmt. Am Anfang waren beide Kinder eher verschlossen. Ich mache aber kleine Scherze, damit sie mich nicht wie eine autoritäre Figur im Bildschirm sehen, sondern jemand, mit dem sie lernen können auf eine leichtere und lustige Weise. Mittlerweile sind beide Kinder ziemlich locker und entspannt und wir haben viel Spaß dabei.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Engagement? 

Mir gefällt es am besten, dass ich mich in meiner freien Zeit nützlich machen kann, jemanden helfen kann und am meisten, dass wir alle Spaß dabei haben.   - Katharina Gaigl/MGH

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