Historisches Kleinod

Installation aus historischen Ziffernblättern im Taufkirchener Wasserschloss

Ulrich Wolter mit einem der alten Ziffernblätter in Händen vor dem Uhrwerk und den alten Glocken
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Ulrich Wolter mit einem der alten Ziffernblätter in Händen vor dem Uhrwerk und den alten Glocken

Das Uhrwerk konnte auch wieder restauriert werden.

Taufkirchen – Die Ziffernblätter der ehemaligen Schlossturmuhr möchte Klaus-Ulrich Wolter für eine Lichtinstallation verwenden. Der Vorsitzende des Fördervereins Wasserschloss und zugleich Vorsitzender der Förderstiftung Wasserschloss möchte damit den Treppenaufgang verschönern.
Bis zum Umbau in den 50er Jahren hatte das Taufkirchener Wasserschloss noch einen Glockenturm, erzählt er. Im Rahmen von umfangreichen Sanierungsarbeiten des gesamten Schlossdachgebäudes in den Jahren 1955/56 sei er samt Uhr und Glocken abgebaut worden. Und im Zweiten Weltkrieg, 1942 seien die Turmglocken schon einmal für Kriegszwecke eingezogen worden.
Um den Glockenschlag der Turmuhr weiter zu ermöglichen, seien damals von der Glockengießerei Erding zwei kleinere Glocken aus einer Austauschlegierung geliefert worden. Die ehemaligen Schlossglocken seien 1947 aus Hamburg zurückgekommen. Wegen der Baufälligkeit des Turmes konnten sie jedoch nicht mehr aufgezogen werden.
Die vier Glocken, das Zifferblatt und das Uhrwerk seien aber nicht verloren gegangen, erzählt Dr. Klaus Ulrich Wolter weiter. „Sie wurden in der Verwaltung der kbo Isar-Amper-Klinik Taufkirchen aufbewahrt und im Zuge der 750-Jahr-Feier des Wasserschlosses im Jahre 2013 wieder der Öffentlichkeit zugeführt.“
Bei der Ausstellung im Schloss, die damals vom Arbeitskreis Kultur organisiert worden sei, wurden auch diese Kostbarkeiten gezeigt. Seither sind sie im Gang im ersten Stock des Westflügels zu bestaunen. „Der Förderverein Wasserschloss Taufkirchen hat extra ein stabiles Holzgestell von Zimmerermeister Robert Hargasser bauen lassen. Die Aufhängung stammt von Josef Forstmeier, dem Schmid von Kalling.
So können die Glocken, die noch poliert worden seien, seither rundum bestaunt und genau unter die Lupe genommen, ja sogar angefasst werden. „Deshalb haben wir auch bewusst mehr Aufwand beim Gestell und der Aufhängung getrieben“, so Wolter.
Das Uhrwerk konnte auch wieder restauriert werden. Es kann ebenfalls im Wasserschloss Taufkirchen besichtigt werden. - til

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