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100 Jahre Zufriedenheit

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100. Geburtstag feierte Andreas Gegenfurtner (vorne). Dazu gratulierten Bürgermeister Heinz Grundner, Heimleiterin Marion Prey und Vizelandrat Jakob Schwimmer (v.l.). © cif

Einer der ältesten Bürger des Landkreises Erding feierte Geburtstag: Andreas Gegenfurtner war jahrelang Betriebsleiter in Aufkirchen.

Dorfen – Einen richtig runden Geburtstag mit jetzt zwei Nullen feierte Andreas Gegenfurtner. Ihre Glückwünsche überbrachten Vizelandrat Jakob Schwimmer und Bürgermeister Heinz Grundner, die zusammen mit Heimleiterin Marion Prey zum 100. Geburtstag gratulierten und vor allem Gesundheit wünschten. „100 Jahr werd ma ned jeden Tag“, scherzte Gegenfurtner gut aufgelegt bei seiner Geburtstagsrunde im Dorfener Senioren- und Pflegeheim Marienstift. Der Alterssitz ist „meine dritte Heimat“ seit zehn Jahren. Gewohnt hatte er davor mit seiner Familie in München-Allach. Geboren wurde der Jubilar in Dietramszell im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Dort ging er zur Schule und lernte später das Zimmererhandwerk. Eigentlich hätte er den Betrieb seines Meisters übernehmen können, aber als junger Mann musste er zum Militärdienst. „Fünf Jahre war ich Soldat, davon vier Jahre im Krieg.“ Glück im Unglück habe er gehabt, als er 1942 im Mittelabschnitt der Russlandfront schwer verwundet wurde und lange Zeit im Lazarett zubringen musste. Er war von mehreren Granatsplittern getroffen worden. Einer hätte wohl das Herz durchbohrt, hätte er damals nicht immer einen Metallkompass an der Brust dabei gehabt. Der Krieg war nach der Verwundung „aber vorbei für mich“, erinnerte sich der Jubilar. Nach dem Krieg ging’s wieder aufwärts. Er machte in München erfolgreich eine Umschulung mit Studium zum Tiefbauingenieur. Und mit seiner Frau Therese fand er sein privates Glück. Nach der Heirat 1947 kam mit einer Tochter weiteres Familienglück dazu. So kann sich der Jubilar heute über zwei Enkelkinder freuen. 40 Jahre hatte Andreas Gegenfurtner beim Energieversorger Bayernwerke in Aufkirchen gearbeitet. Dort war der Tiefbauingenieur 27 Jahre als Betriebsleiter mit der Instandhaltung von Wasserkraftwerken beschäftigt. Er war immer gerne in der Natur unterwegs, „das Fischen und die Jagd“ zählten zu seinen Hobbys. Nicht als Jäger, sondern immer „als Mitläufer“. Zwölf Jahre war er auch im Pfarrgemeinderat aktiv, wo man ihn sehr schätzte, da er seine große Berufserfahrung auch bei der Renovierung von Kirchen eingebracht hatte. Für den Besuch gab’s zum Schluss auch noch einen guten Rat vom Jubilar: „Zufriedenheit ist das Wichtigste und das halbe Leben.“

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