Nachruf

Mit nur 71 Jahren ist der langjährige himolla-Geschäftsführer Karl Sommermeyer überraschend gestorben

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Karl Sommermeyer bei der Verleihung der Bürgermedaille (2011)

Taufkirchen/Paderborn – Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Nachricht vom überraschenden Tod des langjährigen himolla-Geschäftsführers Karl Sommermeyer. 23 Jahre lang verstand er es durch Geschick, Fleiß und Engagement das angeschlagene Unternehmen wieder zu einem der erfolgreichsten der Möbelbranche zu machen. Für seine Verdienste um das Wohl der Gemeinde Taufkirchen erhielt er 2011 von Altbürgermeister Franz Hofstetter die Bürgermedaille verliehen und durfte sich ins Goldene Buch der Gemeinde eintragen. 

Sommermeyer kam am 17. Oktober 1948 in Bünde/Ostwestfalen in einfachen Verhältnissen zur Welt und wuchs in Wuppertal auf. Nach Abitur, Schreinerlehre und Diplom-Studium für Holztechnik in Rosenheim trat er 1976 als Betriebsassistent in die Firma Welle Möbel GmbH in Paderborn ein. Als technischer Betriebsleiter war er in mehreren Welle-Unternehmen, bei Leicht Küchen und bei Rolf Benz in Nagold tätig. Ab 1983 war er Geschäftsführer für Marketing und Vertrieb der damaligen Welle Möbel GmbH Paderborn. In dieser Funktion entdeckte er unter anderem das Büromöbel für den allgemeinen Möbeleinzelhandel. Unternehmerisch sehr talentiert und technisch sattelfest, gelangen ihm auch die Sanierungen von Unternehmen und Unternehmensteilen innerhalb der Welle-Gruppe. Ende 1995 wurde er bei himolla tätig, vereitelte die drohende Insolvenz und entwickelte gemeinsam mit der himolla-Belegschaft das Unternehmen mit einer großen Produktvielfalt und Systemmöbeln zu einem der führenden Polstermöbelanbieter mit 3.400 Mitarbeitern europaweit. Seit 1999 war er auch Gesellschafter von himolla. Ende 2018 verließ er den Taufkirchener Polstermöbel-Riesen wieder. In seinem beruflichen Werdegang musste er auch Rückschläge, etwa vor zwei Jahren die Insolvenz und die spätere Schließung von Wellemöbel wegstecken. Sommermeyer war bis zuletzt Miteigentümer des Paderborner Unternehmens. 

Der 71-Jährige war ein Macher, eine markante Persönlichkeit, ein eloquenter Redner, der seine Zuhörer fesseln und überzeugen konnte. Mit der Gemeinde und Hofstetter pflegte er ein sehr gutes Verhältnis, ebenso mit himolla-Gründer Carl Hierl, der gern zu ihm sagte: „Karl, du bist mei Bua“. „Durch sein großes Engagement, sein organisatorisches Talent und seine Kreativität trug er in ganz wesentlichem Maße zum Erfolg von himolla bei. Als Führungskraft und Kollege war er immer aufgeschlossen und jederzeit bereit, sich für die Belange unserer Belegschaft voll einzusetzen. Seine menschlich-herzliche und offene Art wird uns sehr fehlen“, heißt es in einer Pressmitteilung von himolla. Deren Vertriebsleiter Helmut Sperr erklärt: „Wenn Sommermeyer nicht gewesen wäre, würde es himolla so nicht mehr geben“. Im Alter von 71 Jahren starb er an einer schweren Krankheit. Sein Tod ist ein Verlust für die Angehörigen, seine Frau, seine drei Kinder und seine zwei Enkel, ebenso wie für die ganze Möbelbranche.   - til

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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