Förderverein  sucht Zustifter

Jede Spende für das Wasserschloss Taufkirchen wird verdoppelt

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2. Vorsitzender Peter Murla, die Beisitzer Werner Miesl und Conny Aigner, 1. Vorsitzender Uli Wolter, Schatzmeisterin Irmgard Baumgartner und Schriftführer Helmut Zehetmaier  (v.l.) setzen sich als Vorstand für den Erhalt, die Denkmalpflege, Kunst und Kultur im Wasserschloss ein.

Taufkirchen - Die Mitglieder des Fördervereins Wasserschloss Taufkirchen rühren gerade kräftig die Werbetrommel, um Zustifter zu finden, die sich mit ihren Spenden für Denkmalpflege, Kunst und Kultur in dem geschichtsträchtigen Gebäude einsetzen. Einer von ihnen ist Peter Murla.

Herr Murla, der Förderverein Wasserschloss Taufkirchen hat gerade die Chance auf so was wie einen Lottosechser oder? 

Eigentlich ist es noch besser. Wir müssen nicht den Samstag abwarten und auch noch die richtigen Zahlen getippt haben. Wir können das Geld zustiften und wissen, dass es verdoppelt wird. Wo kriegt man schon 100 Prozent Zins.

Denn der Förderverein möchte eine „Förderstiftung Wasserschloss“ gründen. Was bedeutet das? 

Es wird Geld in die Stiftung durch den Förderverein eingebracht, aber auch von weiteren Zustiftern, also Unternehmer oder Privatpersonen, die sich bereit erklären eine gewisse Summe zu „spenden“ oder wie man in diesem Fall sagt, zu „stiften“. Dieses Geld wird dann von der Sparkasse verdoppelt und bildet die Basis für die Stiftung

Welche Vorteile hat das für den Verein und das Schloss? 

Das bedeutet für den Verein, dass er einen Teil seines Kapitals ohne Risiko verdoppeln kann und somit eine 100-prozentige Verzinsung für das Wasserschloss erzielt, um zugleich den Ansprüchen des Finanzamtes gerecht zu werden. Für das Wasserschloss bedeutet es eine Verdoppelung der Möglichkeiten und Möglichkeiten gibt es da mehr als genug.

Was haben die Zustifter und die Taufkirchener davon? 

Wie üblich bei Spenden und Stiftungen können diese steuerreduzierend abgesetzt werden und mit dem Geld gleichzeitig das kulturelle Leben in Taufkirchen gefördert werden. Das ist doch eine tolle Sache oder? Was hat der Förderverein beziehungsweise die Förderstiftung mit dem Geld vor? Es soll zum Wohl des Schlosses, der Kunst und Kultur verbraten werden, dass heißt wir wollen weiterhin die Bausubstanz stärken und kulturelle Angebote fördern. Das Wasserschloss ist zwar im Besitz der Gemeinde, muss aber noch durch die Bürger mit Leben erfüllt werden und das permanent.

Wer entscheidet, für was das Geld verwendet wird? 

Das entscheidet der sogenannte Stiftungsrat. Das ist ein Gremium in dem Taufkirchens Bürgermeister Franz Hofstetter, der Leiter des Kommunalunternehmens Wasserschloss Georg Schmittner sowie die Sachbearbeiterin für Tourismus in der Gemeinde Caroline Stanglmayer sitzen. Von Seiten des Fördervereins Wasserschloss sind der erste Vorsitzende Uli Wolter und der zweite Vorsitzende, also aktuell ich, im Stiftungsrat. Den Vorsitz des Stiftungsrates übernimmt Uli Wolter. Er präsentiert dieses Gremium auch in der Öffentlichkeit.

Also wird nichts aus der Hand gegeben und der Stiftungsrat entscheidet, was mit dem Geld gemacht wird?

Richtig. Das Geld darf nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden, die dem Schloss, der Denkmalpflege und der Kultur zugute kommen.

Die Idee für die Förderstiftung stammt von der Sparkasse Erding – Dorfen oder? 

Stimmt. Die Sparkasse Erding – Dorfen wollte ihr kulturelles Budget für einen sinnvollen Zweck einbringen, um so konzentriert ihrer Kulturförderung nachkommen zu können und auch in der Öffentlichkeit sichtbar zu werden. Ihre Wahl fiel auf uns, was uns natürlich sehr freut.

Die Gemeinde hat das Wasserschloss gekauft und will es jetzt mit Leben füllen. Was will der Förderverein künftig dazu beitragen? 

Der Förderverein engagiert sich seit über 20 Jahren für das Wasserschloss, um es zu erhalten und mit kulturellem Leben zu erfüllen. Angefangen hat es mit dem allseits beliebten Serenadenabend mit klassischer Musik auf der Schlossterrasse, den der langjährige Vorsitzende Josef Niedermaier ins Leben gerufen hat. In den folgenden Jahren haben wir verschiedene Konzerte und andere Events veranstaltet. Aber auch die alte Schlossuhr wurde von uns aufwändig restauriert und bezahlt. Wir werden weiterhin verschiedenste Veranstaltungen und Restaurationen durchführen, es gibt so viel zu tun, da wird uns bestimmt die Arbeit nicht ausgehen. Sobald wir die Stiftung erfolgreich umgesetzt haben, werden wir damit wieder anfangen. Ideen gibt es genügend. Wir sind immer für Anregungen und Helfer offen. Schließlich bietet das Wasserschloss den idealen Rahmen für unterschiedlichste Veranstaltungen.

Die Mitglieder des Fördervereins rühren schon kräftig die Werbetrommel, um Zustifter aufzutreiben. Mit Erfolg? 

Ein Viertel der benötigten Summe ist bereits zugestiftet. Es wäre schön, wenn noch viele mit ins Boot steigen, gibt es doch viele finanzkräftige Unternehmen in der Region. Es ist ja schließlich nachhaltige Werbung und kann als solche auch für die Firmen und Einzelpersonen verbucht werden. Wir haben schon überlegt, dass jeder Zustifter, wenn er das selber will, auf einer Zustiftertafel verewigt wird.

Wann gibt es eine Wiederauflage des beliebten Serenadenabends? 

Dieses Jahr nicht mehr, aber vielleicht kriegen wir es im nächsten Jahr wieder hin. Das war immer eine super Sache.

Werden andere Veranstalter künftig finanziell vom Förderverein bei ihrem kulturellen Engagement im Schloss unterstützt? Ja, wie bisher werden wir die Unterstützung von anderen Vereinen situationsabhängig entscheiden.

Welche Voraussetzungen braucht es dazu? 

Eine konkrete schriftliche Anfrage. Wir möchten so viele Veranstaltungen wie möglich im Schloss haben, aber wir können nicht alles alleine leisten. Deshalb sind wir froh, wenn wir uns bei anderen Veranstaltungen beteiligen können. Wir sind offen für vielfältige Ideen, genauso für viele Mithelfer und neue Mitglieder.

Peter MurlaMaschinenbauingenieur und zweiter Vorsitzender des Fördervereins Wasserschloss Taufkirchen

Herr Murla, das ist nicht Ihr einziges ehrenamtliches Engagement? 

Ich bin in fünf Vereinsvorständen, bei den Schlossschützen Jettenstetten, beim Gartenbauverein Moosen, der Liedertafel, Velden, dem Förderverein Wasserschloss und im neu gegründeten Mobb-ned-Verein. Wo ich als zweiter Vorsitzender Vereinen helfe, sich zu gründen oder erhalten zu bleiben.

Wie kamen Sie zum Förderverein Wasserschloss?

Über einen Schützenkameraden, Bepp Niedermaier. Ich fand die Idee toll, dass Wasserschloss für die Taufkirchener zu erhalten. Damals war alles noch unwägbar. Wir haben was dafür getan, dass es in der öffentlichen Wahrnehmung aufgenommen wurde. Ich bin froh, was wir bis jetzt erreicht haben. Klar, man kann immer mehr machen. Aber es ist nicht wenig, was wir getan haben, und es wird noch ganz viel folgen.

Was ist Ihre größte Stärke?

Das Positive im anderen zu sehen und eine Lösung zu finden.

Das Interview führte Birgit M. Lang

Förderstiftung

Die Förderstiftung Wasserschloss Taufkirchen (Vils) soll im Juli 2019 mit einem Festakt im Wasserschloss gegründet werden. Schon jetzt können Unternehmen, Institutionen sowie Privatpersonen eine Absichtserklärung abgeben. Auskünfte zur Förderstiftung Wasserschloss Taufkirchen (Vils) erteilt Frau Carolin Stanglmayr, künftig Mitglied im Stiftungsbeirat, unter Tel. (0 80 84) 37 24 oder per Mail stanglmayr@taufkirchen.de.

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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